Der Vater der Sozialfürsorge in Deutschland ist Gothaer

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Am 2. September 2014, um 18:00 Uhr wird der Präsident des deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, Wilhelm Schmidt aus Salzgitter, zu Besuch in Gotha erwartet. Der Präsident des größten Verbandes in der sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechtes in Deutschland erweist mit seiner Visite in Gotha dem aus Gotha stammenden Vater der Sozialfürsorge seine Aufwartung.

Vor zweihundert Jahren, am 2. November 1814, erblickte Albert Döll in Gotha das Licht der Welt. Der sozial engagierte Mitbürger begann 1854 seinen Weg in der Sozialfürsorge, den er bis 1979, genau ein Vierteljahrhundert lang als städtischer Senator ging. Die Erfahrungen seiner Arbeit in Gotha in der Reform der Armenpflege nutzte er, um seine nationalen Aktivitäten zu begründen. Begonnen hat er seine Tätigkeit im Nebenamt, in dem er im Winter 1845/46 armen Mitbürgern Unterkunft anbot. Aus diesem Liebesdienst entwickelte er einen städtischen Auftrag, der 1854 zur Gründung eines Armenhauses führte.

Am 24. Oktober 1879 veröffentlichte Döll seine Schrift „Die Reform der Armenpflege – Untersuchungen über die Handhabung der Unterstützungsgesetze und Vorschläge zu einer Organisation der amtlichen und der freiwilligen Armenpflege“ – diese Denkschrift führte national zur Gründung des deutschen Vereins, der größten Sozialorganisation Deutschlands. Dass Gotha immer wieder Impulse für die Entwicklung der deutschen Nation lieferte, ist damit erneut unter Beweis gestellt.

Zu dem Festakt im Gothaer Rathaus, der Wirkungsstätte von Albert Döll, wird auch die parlamentarische Staatssekretärin und Ostbeauftragte der Bundesregierung Frau Iris Gleicke erwartet.