„Bierernst“ im Spiel

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Fliesenstudio Arnold

Für die Fans der Oettinger Rockets Gotha ist die Sache ganz einfach: Sie müssen ihre Mannschaft am Samstag beim Heimspiel gegen die Licher BasketBären (Tip-Off: 19 Uhr) „lediglich“ zum Heimsieg treiben – dann gibt‘s ein Freibier für alle!

Freilich unterstreicht diese „schöne Aussicht“ in erster Linie die besondere Bedeutung der Partie. Schließlich treffen in der Ernestiner-Sporthalle die beiden einzigen Teams aus der 2. Bundesliga ProB aufeinander, die eine Brauerei als Hauptsponsor haben: die Rockets die Oettinger Brauerei und die BasketBären die Licher Privatbrauerei. Es geht also um Punkte und um Prestige.

Auch aus diesem Blickwinkel dürfte es den Gastgebern keineswegs an der nötigen Motivation mangeln. Jedenfalls steht fest, dass sie nach der ersten Saison-Niederlage bei den BSW Sixers der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen (70:78 nach Verlängerung) schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und zudem ihre weiße Heimweste wahren wollen.

Ungeachtet dessen ist sich Head Coach Marko Simic sicher, dass auch die BasketBären eine „harte Nuss“ sind. Allein vom Personal her zählt Lich zu den sicheren Playoff-Kandidaten der Liga. Zum Kader gehören mehrere Spieler, die bereits in der ProA am Ball waren. In den ersten Partien sorgte vor allem Neuzugang Tyrone Bradshaw für Aufsehen: Der Power Forward aus den USA glänzte in allen vier Spielen als Scorer (18,5 Punkte im Schnitt) und Rebounder (7,3 im Schnitt).
Ein Unikum für die 2. Bundesliga stellt indes der Licher Head Coach Igor Starcevic dar. Der 39-Jährige ist Spielertrainer – wenn’s sein muss, bringt er sich auch selbst ins Spiel. Zuletzt war das beim Auswärtsspiel gegen die White Wings Hanau der Fall. Starcevic stand 13 Minuten auf dem Feld, gab mehrere Assists und erzielte zwei Punkte.

Dennoch ging Lich in Hanau leer aus. Nach den Auftakterfolgen gegen die Gießen Pointers (82:54) und den TV Langen (76:73) unterlagen die BasketBären beim ambitionierten Aufsteiger Hanau ebenso (66:76) wie zuletzt vor heimischer Kulisse gegen die Giants aus Nördlingen (72:74). Somit stehen die Hessen bereits unter Zugzwang. Wollen sie den Kontakt zum oberen Tabellendrittel nicht frühzeitig verlieren, müssen sie in Gotha gewinnen.
Doch das wollen die Rockets selbstredend verhindern. Nicht zuletzt, weil sie die beiden bisherigen Zweitliga-Vergleiche mit Lich verloren haben. Höchste Zeit also, diese Bilanz etwas freundlicher zu gestalten. Und Fans und Gästen ein Freibier der Marke „Original Oettinger“ zu spendieren.

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