Jenaer Konzern auf gutem Weg

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Fliesenstudio Arnold

Jenoptik erzielte in den ersten neun Monaten 2011 einen deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwachs. Positive Auftragslage hielt an. Prognose für 2011 erhöht. Das Konzern-Betriebsergebnis soll für das Gesamtjahr 2011 nun rund 44 Mio Euro betragen und damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent steigen. Der Umsatz soll auf etwa 525 Mio Euro steigen.

Der Jenoptik-Konzern konnte den Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 10,9 Prozent auf 383,9 Mio Euro steigern (i.Vj. 346,2 Mio Euro). Ursache sind vor allem höhere Umsätze mit der Halbleiter- und der Automobilindustrie. Rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes wurden im Ausland erzielt. Das stärkste Wachstum verzeichnete der Jenoptik-Konzern in Asien, wo ein Umsatzplus von 37 Prozent auf 38,3 Mio Euro erzielt wurde.

Das Konzern-Betriebsergebnis (Konzern-EBIT) erreichte 34,9 Mio Euro (i.Vj. 20,2 Mio Euro) und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 72,8 Prozent. Dies entsprach einer EBIT-Marge von 9,1 Prozent. Jenoptik konnte somit auf 9-Monatsbasis das hohe EBIT, das vor allem aufgrund der Abrechnung eines Großauftrags in der Verkehrssicherheit und dem Verkauf der Anteile an der caverion GmbH im 3. Quartal 2010 erzielt wurde, mehr als kompensieren.

„Wir haben unsere Ergebnisqualität deutlich gesteigert und zeigen, dass wir unsere Profitabilitätsziele auch nachhaltig erreichen“, so Jenoptik-Chef Michael Mertin. Zum Ergebniswachstum beigetragen haben neben dem Umsatzwachstum verbesserte Kostenstrukturen in allen Teilbereichen, verbesserte Einkaufsprozesse und die gestiegene Kapazitätsauslastung. Zur positiven Ergebnisentwicklung trug vor allem das Segment Laser & Optische Systeme bei. Das Ergebnis vor Steuern betrug 26,1 Mio Euro nach 11,3 Mio Euro im Vorjahreszeitraum, das Ergebnis nach Steuern lag bei 21,4 Mio Euro (i.Vj. 9,6 Mio Euro), was einer prozentualen Steigerung um 122,9 Prozent entsprach. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich dementsprechend von 0,17 für den Vorjahreszeitraum auf 0,37 Euro.

Der Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns überstieg das Vorjahresniveau um 25,0 Prozent bzw. absolut um 102,8 Mio Euro und belief sich insgesamt auf 513,7 Mio Euro (i.Vj. 410,9 Mio Euro). Erwartungsgemäß gingen die Auftragseingänge aus der Halbleiterindustrie leicht zurück. Dies konnte durch mehrere Großaufträge im Segment Verteidigung & Zivile Systeme sowie einen Zuwachs im Segment Messtechnik kompensiert werden. Der Auftragseingang stieg stärker als der Umsatz; dementsprechend erhöhte sich der Auftragsbestand auf 477,2 Mio Euro (31.12.2010: 355,4 Mio Euro) um 34,3 Prozent bzw. um absolut 121,8 Mio Euro. Die Book-to-Bill-Rate, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, betrug damit 1,34.

Im abgelaufenen 3. Quartal hat Jenoptik wesentliche Investitionen auf den Weg gebracht. Am Standort Altenstadt (Bayern) wurde die optimierte Produktion eingeweiht, die dem Wachstum des Bereichs Energiesysteme im Segment Verteidigung & Zivile Systeme Rechnung trägt. Das Segment hatte in den vergangenen Monaten mehrere große Aufträge aus den USA erhalten. Mit der Investitionsentscheidung für die Erweiterung des Standortes Berlin im Segment Laser & Optische Systeme werden die Kapazitäten für die Fertigung von Laserbarren, dem Grundmaterial für Hochleistungs-Diodenlaser, erheblich erweitert. Die Produktion soll dort Anfang 2013 aufgenommen werden.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres steigerte Jenoptik infolge des operativ deutlich besseren Geschäftes den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf knapp 40 Mio Euro (i.Vj. 22,0 Mio Euro). Die Nettoverschuldung stieg u.a. aufgrund der o.g. Investitionen und der Geschäftsausweitung auf 88,2 Mio Euro (31.12.2010: 79,3 Mio Euro). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 47,8 Prozent (31.12.2010: 44,9 Prozent).

Im Oktober 2011 platzierte Jenoptik erfolgreich ein Schuldscheindarlehen über 90 Mio Euro und wird im laufenden 4. Quartal die Gesamtfinanzierung neu aufstellen. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das ursprünglich geplante Volumen von 50 Mio Euro auf 90 Mio Euro erhöht. Jenoptik-Finanzvorstand Frank Einhellinger: „Das große Interesse der in- und ausländischen Investoren zeigte, dass sowohl beim operativen Geschäft als auch finanzseitig großes Vertrauen in unser Unternehmen besteht.“ Mit den Erlösen aus der Transaktion werden Bürgschaftskredite zurückbezahlt und weitere Darlehen abgelöst. „Die Grundfinanzierung des operativen Geschäftes ist mittelfristig sichergestellt. Mit unseren soliden Finanzkennzahlen können wir unsere Wachstumsziele weiterverfolgen“, so Jenoptik-Chef Michael Mertin.

Leicht erhöht hat sich im Zuge der Umsatzausweitung die Mitarbeiterzahl des Jenoptik-Konzerns, der Ende September 3.039 Mitarbeiter weltweit beschäftigte (31.12.2010: 2.951 Mitarbeiter). Wie angekündigt erfolgte der Aufbau der Mitarbeiter deutlich unterproportional zum Umsatzwachstum.

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