Einbruch nach zwei Sätzen

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Die Regionalligavolleyballer des VC Gotha II gaben das Spiel gegen den bisherigen Tabellenletzten Erfurter VC nach einer 2:0 Satzführung noch aus den Händen und verloren mit 2:3 (25:21; 25:18; 10:25; 19:25; 11:15).

Aufwand und Nutzen stehen in keinem gesunden Verhältnis, so würde ein Betriebswirtschaftler die Leistungen der Gothaer im Saisonverlauf bewerten. Wer achtmal in zwölf Spielen in den Tie-Break geht und dabei nur einmal den Platz als Sieger verlässt, muss sich so einschätzen lassen und hat zumindest ein mentales Problem. Denn an fehlendem Können, kann es angesichts des bundesligaerfahrenen Kaders nicht liegen.

Wieder einmal haben die Gothaer in Erfurt ein fast schon sicher geglaubtes Spiel noch aus den Händen gegeben und finden sich, seit nun neun Spielen ohne Sieg, auf dem letzten Platz wieder.

Dabei begann gegen Erfurt alles nach Maß. Trainer Christopher Röder ersetzte Paul Rüffer, der wegen Rückenproblemen nicht trainieren konnte und Michael Steuding durch Carsten Strecker und Marek Reichel. Daneben begannen noch Markus Braune, Christian Franz, Marcel Bruns, Stephan Werner und Libero Jonas Fiedler. Besonders Reichel präsentierte sich wesentlich besser als in den vorangegangenen Begegnungen und war in den Anfangssätzen bester Gothaer.

Leider musste er im 4.Satz das Spiel beenden, weil ihm seine Kontaktlinsen Probleme bereiteten. Der VC Gotha II beherrschte in den beiden Anfangssätzen den Gegner nach Belieben. Sicher in der Annahme, mit gutem Blockspiel schien Gothas Zweite klar auf Siegeskurs und gewann die beiden ersten Sätze mit 25:21 und 25:18.

Warum die Mannschaft danach derart einbrach, bleibt rätselhaft. Plötzlich konnten Erfurts Angreifer, mit dem Ex-Gothaer Lars Pößel in ihren Reihen, schalten und walten, ohne das die Gäste die Gegenwehr organisiert bekamen. Auch die Einwechslungen von Steuding, Krech und Rüffer änderten daran wenig. Zwischenzeitliche Verbesserungen in den Sätzen 3. und 4. brachten letztendlich auch nicht entscheidende Wende.

Völlig enttäuscht musste man eine erneute vermeidbare Niederlage einstecken und die Rote Laterne mit den Gastgebern tauschen. Nur die Tatsache, dass es wegen der Einführung einer 3.Bundesliga, diesmal keine Absteiger aus der Regionalliga gibt, lindert den Schmerz darüber etwas.

Auch Trainer Röder fand kaum erklärende Worte für den Spielverlauf. „Mir ist unklar, wie die Mannschaft nach wirklich gutem Beginn so einbrechen konnte“, lautete sein kurzer Kommentar.

Am kommenden Sonnabend, ausnahmsweise schon ab 15:00 Uhr, hat das Team die Gelegenheit, zu Hause im Spiel gegen den VC Dresden II für eine längst fällige Trendwende zu sorgen und sich etwas zu rehabilitieren.

In der Thüringenliga schafften die Frauen des VC Gotha den angestrebten Teilerfolg und verabschiedeten ihren scheidenden Trainer Matthias Braune mit einem Sieg. Dieser verlässt aus privaten und beruflichen Gründen Gotha. Im Rahmen einer Vereinsfeier am Vorabend erhielt er deshalb für seine langjährige Tätigkeit als Trainer und Spieler die Vereinsehrennadel in Gold.

Seine Mannschaft musste sich zwar der Bundesligareserve des VfB 91Suhl mit 2:3 geschlagen geben, gewann aber das Spiel gegen Tabellennachbar Geraer VC II mit 3:0 und zog an den Ostthüringerinnen in der Tabelle vorbei.

Sehr souverän gewann die 3.Mannschaft des VC Gotha ihre beiden Spiele in der Landesklasse. Gegen die Gothaer Sportfreunde 90 und den SV Concordia Erfurt blieb man jeweils mit 3:0 erfolgreich und festigte damit die Tabellenführung.

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