Alles hat ein Ende …

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Seit dem Jahr 2004 hatten die Teams von Basketball in Gotha ununterbrochen den TBV-Pokal der Herren gewonnen: Siebenmal in Folge triumphierte die erste Mannschaft, zuletzt 2011 erstmals die Rockets-Reserve. Am vergangenen Sonntag endete diese imposante Serie in Erfurt. Denn bei der Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr drehte der USV Jena I den Spieß um und bezwang den Titelverteidiger Oettinger Rockets Gotha II mit 75:71 (37:34).

„Es war das erwartet enge Spiel, in dem Jena am Ende konsequenter zur Sache gegangen ist, einige Male auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte und unterm Strich einen verdienten Sieg landen konnte“, sagte Rockets-Coach Alexander Uth, der zwar nicht lamentieren mochte und dem Kontrahenten fair gratulierte, aber dennoch sehr enttäuscht war. Schließlich hatten es seine Schützlinge in der Hand hatten, den Pokal erneut nach Gotha zu holen. Mit anderen Worten: Es war eine vermeidbare Niederlage.

Symptomatisch für das Finale zwischen den beiden Vertretern aus der 2. Regionalliga waren bereits die ersten Minuten der Begegnung. Die Rockets-Reserve, die kurzfristig auf den verletzten Maik Hammermeister (Bänderriss) verzichten musste, erwischte den besseren Start. Nach vier Minuten stand es 9:2 für Gotha. Doch der USV antwortete postwendend mit einem 9:0-Lauf (2 Dreier plus ein Drei-Punktspiel), riss die Führung an sich (11:9 / 6.) und behauptete den knappen Vorsprung bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel folgte das stärkste Viertel der Gothaer. Das Startsignal gab Dennis Kollmar mit einem Dreier zum Ausgleich (37:37 /21.). Anschließend setzte das BiG-Team energisch nach – und in dieser Phase traf der Pokalverteidiger auch sehr sicher. So folgten drei weitere erfolgreiche Distanzwürfe von Dennis Kollmar, Stefan Dziuballe und Kapitän Sascha Mäder. Folge: In der 29. Minute führte Gotha mit 59:47. Nicht wenige der gut 100 Zuschauer glaubten zu diesem Zeitpunkt, dass die Vorentscheidung naht. Doch abermals kämpften sich die Jenaer in Windeseile zurück. Noch im dritten Viertel verkürzten sie innerhalb von einer Minute auf 59:53.

Zu Beginn des vierten Durchgangs markierte der USV dann neun Zähler in Folge, ging wieder knapp in Führung und gab diese, trotz verbissener Gegenwehr, nicht mehr aus der Hand. Dabei profitierte der neue Pokalsieger vor allem davon, dass die Rockets gegen die tief stehende Zonenverteidigung oft von außen werfen mussten – und nur noch selten trafen. Wegweisend für den knappen Ausgang der Partie war zudem die Quote von der Linie. Während das BiG-Team lediglich 11 von 24 Freiwürfen (46 %) verwandeln konnte, nutzte der USV 22 von 30 Versuchen (73 %) und traf auch und vor allem, als es in den hektischen Schlussminuten darauf ankam.

„Ich habe schon viele Pokal-Endspiele erlebt, aber noch nie so ein ausgeglichenes, in dem sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnet sind“, bilanzierte Alexander Uth. „Deshalb war es für die Zuschauer sicher eines der attraktivsten Finals überhaupt, auch wenn wir leider das unglückliche Ende auf unserer Seite hatten…“

Oettinger Rockets Gotha II: Jacob (4 Punkte / 2 von 4 Freiwürfen), Dziuballe (14 / 0 von 2/ 4 Dreier), Hochbach (16 / 5 von 8 / 1), Neuhaus (4), Mäder (13 / 2 von 6 / 1), Schneider, Gleisberg (4), D. Kollmar (6 / – / 2), Rietschel (4 / 2 von 4)

Viertel: 19:21 / 15:16 / 25:16 / 12:22