Auszeichnung für drei Thüringer Schulen

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Das Gymnasium Bergschule in Apolda, die Erfurter John F. Kennedy Gemeinschaftsschule und das Förderzentrum „Schule am Andreasried“ aus Erfurt wurden beim diesjährigen bundesweiten Förderprogramm „Demokratisch Handeln“ ausgezeichnet.

Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert, lobt das Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft gehören die Auseinandersetzung mit der Geschichte unserer Demokratie und eigenverantwortliches demokratisches Handeln jedes Einzelnen. Dem haben sich die Kinder und Jugendlichen in den spannenden Projekten gestellt.“

Insgesamt bewertete die Jury 268 beispielgebende Demokratieprojekte von Schulen und Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet. Davon wurden 58 Projekte für ihr besonderes Engagement und beispielhafte Lernqualität ausgezeichnet. Die Projekte orientieren sich zumeist an aktuellen Themen, bei denen gesellschaftliches Engagement von besonderer Bedeutung ist. So stellten sich in diesem Jahr zahlreiche Projekte mit den Themen „Flucht, Migration, Asyl“ dem Wettbewerb.

Die Würdigung der Projekte fand im Rahmen der „26. Lernstatt Demokratie“ vom 7. bis 10. Juni 2016 an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing statt. Die drei ausgezeichneten Thüringer Schulprojekte haben die Auseinandersetzung mit dem Holocaust, die Stärkung der Medienkompetenz und ihr Engagement als Schule ohne Rassismus thematisiert:

Staatliches Gymnasium Bergschule Apolda
25 Jahre Schülerprojekt – „Mensch erinnere, was in Auschwitz Dir geschah“
Seit 26 Jahren fahren Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, um sich mit den Verbrechen des Holocaust auseinanderzusetzen. In jedem Jahr steht ein neues Thema im Mittelpunkt. Die Ergebnisse werden in Film, Bild und Schrift dokumentiert.

John F. Kennedy Gemeinschaftsschule Erfurt
Projekttag für Toleranz, Offenheit und Menschlichkeit zum Thema Flüchtlinge
Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen erlebten einen Projekttag für Toleranz, Offenheit und Menschlichkeit. Durch Gespräche mit Betroffenen, Beteiligten und Experten konnten die Kinder Erfahrungen und Erkenntnisse zum Thema Flucht und Asyl sammeln und diese an Mitschüler weitergeben.

Staatliches regionales Förderzentrum Erfurt „Schule am Andreasried“
„Hand in Hand“
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a unterstützen mit ihrem Projekt in einer Gemeinschaftsunterkunft lebende Flüchtlingskinder. In selbstgepackten und -gestalteten Pakten überreichten sie Spielsachen, Kleidung, Bastel- und Schulmaterial sowie Süßigkeiten.