Noch im August 2014 beginnen die Bauarbeiten des 1. Bauabschnittes der Sanierung der Einfriedungsmauer und der Torpfeiler am sogenannten Friedhof II in der Eisenacher Straße. Der ehemalige Friedhof zwischen Eisenacher Straße und Karl-Schwarz-Straße ist als Einzeldenkmal ausgewiesen. Er wurde 1967 geräumt, seine Grabmale entsorgt bzw. auf den Hauptfriedhof umgesetzt.
Bestehen blieb die Einfriedungsmauer und die hohen Pfeiler des ehemaligen Tores sowie die Leichenhalle. 2010 wurde ein Gutachten zur Zustandseinschätzung der Einfriedungsmauer im Auftrag der Stadtverwaltung Gotha erstellt. In dem Gutachten wurde der Zustand der Mauer insgesamt als sehr schlecht bezeichnet. Mehrere Abschnitte wurden als einsturzgefährdet bewertet. Da damals keine Möglichkeit zur Sanierung bestand, wurden die gefährdeten Mauerabschnitte mit Gipsplomben besetzt und der Zustand turnusmäßigen Kontrollen unterzogen. Noch 2010 wurde Einsturzgefahr der Torpfeiler festgestellt. Daraufhin wurden diese rück gebaut und eingelagert. 2012 bestand Einsturzgefahr der Mauerabschnitte in der Eisenacher Straße. Diese wurden ebenfalls abgebaut und gesichert.
Bedingt durch den Status eines Einzeldenkmales besteht für die Stadt Gotha als Eigentümer Erhaltungspflicht der Mauer. Durch die Erweiterung des Sanierungsgebietes in der Stadt Gotha, war es in diesem Jahr möglich für die Baumaßnahme Städtebaufördermittel zu beantragen, welche in Höhe von rund 61.000 € für den 1. Bauabschnitt bewilligt wurden. Der Eigenanteil der Stadt für die Baumaßnahme beträgt rund 31.000 €. Zwischenzeitlich wurde die Baumaßnahme beschränkt ausgeschrieben. Mit der Ausführung der Arbeiten wurde die Firma Hopp Bausanierung GmbH aus Erfurt beauftragt. Die Bauleitung wird vom Ingenieurbüro für Steinsanierung und Denkmalpflege Dr.-Ing. Heike Kirsten aus Erfurt durchgeführt. Von städtischer Seite wird die Baumaßnahme durch das Garten-, Park- und Friedhofsamt betreut.
Unter Voraussetzung der Bereitstellung finanzieller Mittel ist geplant, die Mauer insgesamt in mehreren Bauabschnitten zu sanieren, Ziel ist die Fertigstellung bis 2018. Der 2. Bauabschnitt soll 2016 ausgeführt werden.























