Das Ekhof-Festival macht Theater und Musik

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Es ist auch für einen Gothaer etwas Besonderes, wenn er in das Ekhof-Theater darf und er außerdem die Mechanik eben dieses Wunders miterleben kann. Da wird noch kein Senkboden von einem Computer gesteuert, auch die Wind- und Donnermaschinen hängen an ganz natürlichen Hebeln und benötigen mehr als nur einen Knopfdruck.

Das alles und vor allem den „unheimlichen“ Wechsel der Kulissen kann man zum jährlichen „Ekhof-Festival“ miterleben. Vom 29.06.2012 bis zum 15.09.2012 finden fast täglich herrliche Veranstaltungen statt. Diesmal steht alles unter dem Motto „Märchenschloss Friedenstein – Gotha erzählt“. Klingt zwar ziemlich großspurig, die Aufführungen sind aber sehenswert.

Von Carlo Gozzi (1762) wird das tragikomische Märchenspiel „Turandot“ aufgeführt. Wie es eben in einem Märchen so zugeht, müssen die Bewerber, die um die Hand der Prinzessin anhalten, drei Rätsel lösen oder sterben. Nur ein unbekannter Prinz hat Erfolg, der außerdem im mythischen China in Liebesverwirrungen gerät.

Das aufregende Spiel wird aufgeführt, am 6.07. /  7.07. / 13.07. / 14.07. / 20.07. / 21.07.,jeweils um 19 Uhr und am 22.07. um 15 Uhr.  Neben „Turandot“ gibt es die Oper „Sardanapalus“ von Christian Ludwig Boxberg (dazu mehr im August) und einige Kammermusikspiele.

Ganz im Zeichen des „Güldenen Glücks“ steht das Quartett Traverso Plus, das am heute ab 15 Uhr barocke Kostbarkeiten von Telemann, Bertali, Sammartini, Schnell und Playford zu Gehör bringt. Gemeinsam spielen Gundula Mantu, Nora Thiele, Erik Warkenthin unter der Leitung des Jazzmusikers Steven Tailor mit viel Freude auf alten Instrumenten, wie: Rahmentrommel, Barockgitarre, Laute und Traversflöte. Improvisation steht hierbei an erster Stelle.

Weiter geht es mit einer Mischung aus Lesung und Konzert, am 15.07., dargeboten von Musical Playrground, die die Märchen von „Tausendundeiner Nacht“ im barocken Europa auferstehen lassen. Neben musikalischen Herrlichkeiten von Graupner, Telemann, Purcell, Sammartini und Matteis erzählt der Schauspieler Boris Radivoj von Ali Baba und seinen vierzig Räubern. Es erklingen märchenhafte Musik, Zauberworte, unheimliche Begegnungen, den Dolchtanz und am Ende steht eine bunte Hochzeit an.

Ebenfalls im Juli (29.07.) kommt es im Ekhof-Theater mit der Hamburger Ratsmusik zu einer Aufführung von Märchen und Sagen. „Als der volle Mond aufgestiegen war“ bietet Waldgeister, Elfen und Hexen aus den Märchen der Gebrüder Grimm und romantische Musik u.a. von Schumann, Schulz, Purcell und Mertz.

Nicht vergessen sollte man die Thüringen Philharmonie Gotha, die in kleiner Besetzung Mozart und Beethoven (u.a. Oboenquartett F-Dur, Sextett Es-Dur) zum Thema „Zauberhafte Kammermusik des 18. Jahrhunderts“ aufführen. Das Hauptinstrument ist am 08.07. ab 15 Uhr die Oboe.

Wer schon lange wieder ins Ekhof-Theater gehen wollte, hat in den Sommermonaten beste Gelegenheit dazu, bei toller Musik und außergewöhnlichem Theater.

Info: www.ekhof-festival.de

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