Dem Favoriten überlegen

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Nach der enttäuschenden Niederlage gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen haben die Jungs von Science City Jena am Sonntagabend eine kleine Sensation vollbracht. Mit 81:67 gewannen die Saalestädter ausgesprochen deutlich in Crailsheim. Zu keinem Zeitpunkt schien der Thüringer Triumph gefährdet: Während der gesamten Partie lagen die Hightowers in Front – zeitweise sogar mit 22 Punkten.

Schon die ersten Sekunden des Spiels ließen dessen Verlauf erahnen: Jeremy Black blockte Crailsheims Topscorer Darryl Webb (20 Punkte, 9 Rebounds), Christoph Roquette nutzte den resultierenden Ballbesitz, um für die Jenaer per And1 die ersten Punkte zu erzielen, ehe Tyler Kepkay nach einem Steal auf 0:5 erhöhte. In diesem Stil verlief die komplette Eingangsphase der Begegnung, woran auch Merlins-Coach Ingo Enskat nichts zu ändern vermochte. Seine Auszeit-Ansprache trug keine Früchte und so hatten sich die Gäste nach dem ersten Viertel bereits einen bemerkenswerten 9:29-Vorsprung erarbeitet.

Diesen Start hatten die Jenaer auch geplant, wie Trainer Eichler erklärte: „Wir waren von Anfang an fokussiert und haben mit großer Intensität verteidigt. Dank der frühen Führung wurden die Fans in der Crailsheimer Halle nicht so laut und ohrenbetäubend wie gewöhnlich. Dieser Hexenkessel jagt vielen Gegnern Angst ein, doch so weit haben wir es gar nicht kommen lassen.“

In der Tat gelang es den Saalestädtern, den Merlins-Fans wenig Anlass zum Jubeln zu geben. So hielten sie ihren großen Vorsprung konsequent fest und ließen die Baden-Württemberger im Verlauf der Partie nie auf weniger als 12 Punkte herankommen. Die weiteren Viertelstände beweisen die klare Überlegenheit der Hightowers: Beim Halbzeitstand von 34:49 ging es in die Kabinen, mit 15 Zählern (47:62) dominierten die Thüringer nach Viertel drei und schlussendlich sahen sie ihren 67:81-Sieg zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet.

Anders als im Spiel gegen Essen konnten sich die Hightowers in der HAKRO-Arena wieder auf ihre Stärken verlassen. So traten sie als starkes Team auf – verteidigten konstant auf hohem Niveau und fünf Jenaer punkteten zweistellig: Kenny Barker (17 Punkte), Christoph Roquette (14), Tim Schwartz (13) sowie die Angeschlagenen Jeremy Black (12) und Tyler Kepkay (10).

Am kommenden Samstag steht dann vor heimischem Publikum der Vergleich mit den Cuxhaven BasCats bevor. Science City-Coach Georg Eichler weiß, dass damit ein sehr schwieriges Spiel auf seine Schützlinge wartet. Dennoch streben die Thüringer zweifellos einen Sieg an, der enorm wichtige Punkte im Kampf um die Play-Off-Plätze bedeuten würde.

Franziska Staupendahl


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