Seit Mai dieses Jahres ist Tabarz um ein kulturelles Angebot reicher: Die Galerie Ringelnatz im Zentrum für Kur, Kultur und Natur. Mittlerweile bereitet sich der Freundeskreis der Galerie Ringelnatz um den Vorsitzenden Kai Trautvetter schon auf die dritte Exposition vor.
Nach der vielbeachteten Premierenausstellung mit Werken des Erfurters Dr. Bernd Hartung und der derzeitigen Ausstellung „Dreiklang“, in der Holzbildhauererei und Schnitzarbeiten von Gerfried Fuhlbrügge, Malerei und Zeichnungen von Harald Kutzleb sowie Gravuren und Prägungen von Joachim Wabersich präsentiert werden, freut sich der Kurdirektor David Ortmann nun auf Gert Weber. „Es ist einfach herrlich, dass nach so kurzer Zeit bereits ein derart renommierter Künstler in unserer kleinen Galerie ausstellt“, findet Ortmann. In der Tat: Weber, der von 1982 bis 1984 an dem Panoramagemälde Werner Tübkes in Bad Frankenhausen mitgearbeitet hat und mit zahlreichen Kunstpreisen ausgezeichnet wurde, stellte bereits in vielen europäischen Hauptstädten, darunter im Carrousel du Louvre in Paris aus. Seine Kunstwerke sind ab dem 9. November 2013 in der Ausstellung „Novemberblues“ zu sehen.
„Aber auch im nächsten Jahr wird es hochkarätig weitergehen“, erklärt Kai Trautvetter, der Vorsitzende des Freundeskreises der Galerie Ringelnatz. „Mit Manfred Mitscherling, Dietrun Neumann, Prof. Dr. Walfried Posse, Gunter Gehrke und Elisabeth Weidemann sind nur einige der vielen herausragenden Künstler zu nennen, die im kommenden Jahr bei uns ausstellen werden.“
Davon will nun auch Kurdirektor David Ortmann profitieren. „Ich weiß natürlich, dass in Tabarz und Umgebung viele hervorragende Künstler tätig sind“, erklärt der 30-Jährige. Laut Ortmann habe Kai Trautvetter ganz maßgeblichen Anteil, dass die kleine Galerie im Frühling dieses Jahres tatsächlich eröffnet wurde. „Wir sind dankbar für jede helfende Hand“, begründet der Kurdirektor: „Mit Herrn Trautvetter haben wir einen Enthusiasten mit großem Sachverstand gefunden, der hoffentlich noch viele Ausstellungen mit uns vorbereiten wird.“
Die Galerie scheint bei Kunstliebhabern der Inselsbergregion mittlerweile recht bekannt zu sein. Klar: Konnten doch bisher nicht nur namenhafte Künstler präsentiert werden – auch ein namenhafter Geist steht als schützender Patron der kleinen Galerie bei. „Wir haben uns auf den Namen ‘Galerie Ringelnatz Tabarz‘ geeinigt“, spricht der Kurdirektor. Der berühmte Schriftsteller und Kabarettist sei nämlich auch ein begabter Maler und natürlich Gast in Tabarz gewesen. „Und da Joachim Ringelnatz eine seiner Erzählungen ‚Vom Tabarz‘ genannt hat, gab der Künstlerort im Thüringer Wald nun die Ehre zurück – und benannte seine kleine Galerie nach dem 1934 gestorbenen Sprach-Akrobaten.“






















