Der kanadische Dramatiker Guillermo Verdecchia liest am 21. Juni in der Universität Jena

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Der kanadische Dramatiker Guillermo Verdecchia wird am Dienstag (21. Juni) auf Einladung des Lehrstuhls für Amerikanistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus seinem Stück „The Adventures of Ali & Ali and the aXes of Evil“ lesen. Die öffentliche Veranstaltung in englischer Sprache rangiert unter dem Titel „Readings from the Border Zones“ und beginnt um 20.30 Uhr im Hörsaal 146 des Uni-Hauptgebäudes (Fürstengraben 1); der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Lesung steht der Autor seinem Publikum für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Eingeladen sind neben den Studierenden auch die Medien und alle Interessierte.

„Verdecchia liest aus einer Satire, die er zusammen mit Marcus Youssef und Camyar Chai verfasst hat“, erklärt Dr. Stefanie Schäfer, die bei Prof. Dr. Caroline Rosenthal am Lehrstuhl für Amerikanistik als Wissenschaftliche Assistentin tätig ist und mit ihr zusammen die Lesung organisiert. Das als News Show gestaltete Stück wird von den beiden Figuren Ali und Ali moderiert und reflektiert auf den amerikanischen „War on Terror“ und die US-Außenpolitik. „In vielen seiner Arbeiten setzt sich Guillermo Verdecchia mit den politischen Folgen des 11. September 2001 auseinander“, erklärt Stefanie Schäfer.

Aufmerksam geworden sind die Jenaer Amerikanisten auf den Dramatiker durch sein Stück „Fronteras Americanas“ (Amerikanische Grenzen) von 1993, das sich mit dem brisanten Themenkomplex der zwischen den USA und Mexiko verlaufenden Grenze auseinandersetzt. Fronteras Americanas wird im Rahmen des Hauptseminars „Across the Wire? Reading and Theorizing the U.S./Mexico Border“ behandelt, das Stefanie Schäfer derzeit im Masterstudiengang Nordamerikastudien anbietet. Das Seminar ist Teil des Moduls „Border Theories and Chicana Literature“, in dem Prof. Rosenthals Veranstaltung das Thema „Chicano and Latino Writing“ behandelt. „Als ich hörte, dass Verdecchia sich auf Einladung der kanadischen Botschaft auf einer Deutschlandreise befindet, habe ich ihn gleich zu uns eingeladen“, sagt Amerikanistin Schäfer. Verdecchia sagte zu; er ist nun nicht nur in Schäfers Seminar am Vormittag zu Gast, sondern hält am Abend auch eine Lesung für ein literarisch interessiertes Publikum ab. So können Studierende und allgemein literarisch Interessierte aller Fachbereiche einen Autor kennenlernen und sein Werk aus allernächster Nähe betrachten.

Schäfer und Rosenthal freuen sich, mit Verdecchia einen der wichtigsten zeitgenössischen kanadischen Dramatiker zu Gast zu haben, der nicht nur als Autor, sondern auch als Bühnenschauspieler mit der Dramatik eng verwoben ist: „Es geht ihm um ein politisches Theater, das Missstände aufzeigen und die Leute zum kritischen Umgang mit ihrer Zeit anregen soll“, sagt Dr. Schäfer.


Publiziert am: 15.06.2011; 13:45

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