Endspurt vor der Sommerpause

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Zur letzten Sitzung vor der Sommerpause legt die Fraktion SPD – Bündnis 90/Die Grünen drei Anträge vor.

Der erste befasst sich mit der Koordinierung für Wohnungsnotfälle.
Gerade im letzten Winter hat es sich wieder gezeigt, dass es bei der Abwendung von Obdachlosigkeit als auch bei der Versorgung Obdachloser mit Wohnraum große Defizite im Landkreis Gotha gibt. Auf dem Rücken Betroffener wird das Problem zwischen Landkreis und Kommunen hin und her geschoben. Dies soll mit der Errichtung einer Fachstelle für Wohnungsnotfälle verhindert werden. Die Fraktion erwartet davon, dass „diese Fachstelle mit allen Ämtern und Rathäusern im Landkreis zusammenarbeitet, um Menschen in Not zu helfen. Keiner soll mehr ungewollt ohne Wohnung sein oder gar bei solch einer strammen Kälte wie im letzten Winter vor der Tür stehen müssen“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Kultur und Bildung im Kreistag Gotha, Dr. Werner Pidde.

Weiter beschäftigte sich die Fraktion mit der Errichtung eines Solarparks auf der Mülldeponie Wipperoda. „Dort haben wir Flächen, die in den nächsten 100 Jahren keiner anderen Nutzung zugeführt werden können. Sie sind nicht verbaut, so dass unter Berücksichtigung der Abläufe der Deponie hier ein Solarpark entstehen kann, der zum einen einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten kann und zum anderen dafür keine Nutzflächen verbraucht“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Reichstein. „Unser großes Anliegen ist es, die Energiewende nicht am Landkreis vorbei gehen zu lassen. Zwar haben wir schon viele private Unternehmer, die mit Windkraft, Biomasse oder auch Sonnenenergie Strom im Landkreis erzeugen, der Landkreis selber tut sich aber noch etwas schwer, aus den Puschen zu kommen, aber wir hoffen, auf einem guten Weg zu sein. Erste Gespräche zum Beispiel zum Dächerprogramm hat es bereits gegeben, “ so Reichstein weiter.

Ein besonderes Anliegen der Grünen-Vertreter ist das weitere Unterschutzstellen von Flächen im Landkreis. Hier gab es in den letzten Jahren nicht die Aktivitäten, die sich der Landkreis ursprünglich zum Ziel gesetzt hat. So soll der Antrag dazu beitragen, dass hier wieder mehr geschieht. „Gerade auch mit Blick auf Rio 20+ wird so vor Ort in unserer Region ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt geleistet“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Steffen Fuchs zu diesem Antrag, den er in den Kreistag einbringen wird.

Gabriele Reichstein
Fraktionsvorsitzende

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