FF USV Jena ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden

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Gegen den favorisierten Gastgeber VfL Wolfsburg verloren die Jenaerinnen am Ende mit 0:3. Nun richtet sich die ganze Konzentration auf die anstehenden drei Heimspiele gegen SC 07 Bad Neuenahr, FC Bayern München und den 1. FFC Frankfurt.

Auf Grund des erneuten Wintereinbruchs fand das Spiel auf einem beheizbaren Trainingsplatz neben dem Stadion statt. Schon vor dem Anpfiff gab es einen kleinen Rückschlag für die Mannschaft aus der Saalestadt, denn Susann Utes musste nach dem Aufwärmen in der Kabine bleiben. Dafür rückte Nadine Kraus auf die freie Position vor der Abwehr.

Wolfsburg begann offensiv und ließ Ball und Gegner laufen. Immer wieder übten die schnellen Außen Zsanett Jakabfi und Lina Magull Druck auf die sicher stehende Jenaer Abwehr aus. Der FF USV startete nur sporadische Angriffsversuche, die meist an den umsichtigen Luisa Wensing und Viola Odebrecht hängen blieben.

Kurz vor der Halbzeit geriet das Jenaer Tor doch noch in Gefahr: Jakabfi spielte mit Übersicht auf Verena Faißt, deren feinen Schlenzer Katja Schroffenegger glänzend aus dem rechten oberen Toreck fischte (37.). 0:0 zur Halbzeitpause.

Beide Mannschaften kamen personell unverändert aus der Kabine. Wolfsburg legte erneut los wie die Feuerwehr und nutzte immer wieder einfache Ballverluste der Jenaerinnen und starteten Gegenangriffe (46., 47., 48.). Dann kam was kommen musste: Eine Hereingabe von Odebrecht klärte die Jenaer Abwehr unglücklich, der Ball sprang vor Conny Pohlers‘ Füße die problemlos zum 1:0 für die Grün-Weißen einschob (51.). Nur zwei Minuten später landete eine Freistoßflanke auf Pohlers‘ Kopf und von dort aus flog der Ball unhaltbar für Schroffenegger ins Netz – 2:0 (53.).

Jetzt wachten die FF-USV-Spielerinnen auf und wagten sich aus der Deckung. Über die rechte Seite probierten es Laura Brosius und Karoline Heinze im Zusammenspiel, doch leider erfolglos. Auch ein Pass von Heinze in die Schnittstelle der Wolfsburger Viererkette auf Sabrina Schmutzler blieb ohne nennenswerten Erfolg.

Der VfL zeigte sich wenig beeindruckt und bemühte sich weiter das Spiel endgültig zu entscheiden. So musste die starke Schroffenegger ein ums andere Mal in höchster Not gegen Martina Müller, Blässe und Keßler retten. Nach einer Freistoßchance des FF USV startete Wolfsburg einen Konter über Faißt und Keßler, deren flache Hereingabe Jakabfi zum 3:0- Endstand verwertete (80.).

Der FF USV kann auf eine gute Abwehrleistung in der ersten Halbzeit aufbauen, doch zwei schnelle Gegentore, zu Beginn der zweiten Hälfte, sorgten für die frühzeitige Entscheidung. „Danach war zu spüren wie die Spielerinnen das korrigieren wollten und dadurch etwas die spielerische Ordnung verloren ging“, so FF-USV-Trainer Daniel Kraus, der seiner Torhüterin ein Sonderlob aussprach. „Ohne sie hätten wir sicher noch das ein oder andere Tor kassieren können.“ (Text: Marius Saal, FF USV Jena e.V.)

VfL Wolfsburg: Vetterlein – Wensing, Goeßling, Henning, Faißt – Jakabfi (86. Bunte), Keßler, Odebrecht, Magull (61. Martina Müller) – Pohlers (78. Selina Wagner), Blässe

FF USV Jena: Schroffenegger – Brosius, Schiewe, Radtke, Percival – Kraus – Seiler (88. Löser), Landeka, Heinze (66. Lagaris) – Hearn, Schmutzler

Tore: 1:0 Pohlers (51.), 2:0 Pohlers (53.), 3:0 Jakabfi (80.)

Fotos: Steffen Langbein