Hohenkirchen. Sein Dach über dem Kopf verloren hat ein 61-jähriger Hohenkirchner in der Nacht zum Sonntag. Sein Einfamilienhaus in der Rasenstraße wurde binnen zwei Stunden ein Raub der Flammen.
Der alleinstehende Bewohner des Hauses konnte unverletzt gerettet werden. Nachbarn alarmierten um 0.38 Uhr die Rettungsleitstelle in Gotha, die schließlich die Feuerwehren von Hohenkirchen, Herrenhof, Georgenthal, Ohrdruf und des Truppenübungsplatzes an den Einsatzort entsandte. Gegen 2.30 Uhr meldeten die rund 40 eingesetzten Kameraden den Status „Feuer aus!“.
Bei Minus 18 Grad Celsius war das Löschen keine einfache Aufgabe. „Die Ehefrauen unserer Feuerwehrleute und die Nachbarn haben die Helfer mit heißen Tee und Bockwurst versorgt“, zeigt sich Bürgermeister Jürgen Beese stolz und dankbar für das Engagement von Anke Zentgraf, Ricarda Mangold, Ute Huster, Angela Roth, Andrea und Sylvia Martin, Sabine und Maria Kuretzki, Jana Gruhner und Claudia Riedel. „Im Dorf funktioniert so etwas eben noch“, lautet sein Fazit. Auch die Hydranten haben trotz der Kälte ihren Dienst nicht versagt, so dass die Floriansjünger das Übergreifen der Flammen auf ein Nachbarhaus verhindern konnten. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.
Den 61-jährigen Bewohner konnte Beese übergangsweise im Landgasthof unterbringen. Mittelfristig soll er eine Wohnung im Ort erhalten. Infolge des Brandes steht der Hohenkirchner allerdings zunächst vor dem Nichts. „Wir werden Montag erstmal das Nötigste einkaufen“, sagt Beese, der auch einen Spendenaufruf starten will. Eine erste Zusage hat er am Sonntagnachmittag bereits von Landrat Konrad Gießmann erhalten, der sich auf dem Weg zu einem Termin vor Ort über das Geschehen informierte.
Gießmann wird einen Betrag beisteuern, um die Erstausstattung für die neue Wohnung zu ermöglichen. „Der Landrat hat einen kleinen Notfallfonds, der eben für solche plötzlichen Ereignisse vorgesehen ist“, sagt Gießmann. In der Vergangenheit habe man auf diese Weise bereits Familien in Goldbach, Mühlberg und Luisenthal helfen können, die durch Brände ihr Obdach verloren hatten. Die Verbindungsdaten für das Spendenkonto will Bürgermeister Beese in den nächsten Tagen bekannt machen.
Landrat Gießmann und Bürgermeister Beese schauen sich das Unglückshaus an.























