Forstamtsdirektor will den Dialog

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Die aktuellen Waldpflegemaßnahmen auf dem Krahnberg, westlich von Gotha, haben den Unmut dreier Gothaer Bürger hervorgerufen. Von „wüsten Landschaften“ und „Raubbau“ ist die Rede. Das hoheitlich zuständige Thüringer Forstamt Finsterbergen setzt wie schon auf dem Seeberg auf Aufklärung. Forstamtsleiter Dr. Horst Sproßmann hat kurzfristig ein Expertengremium bestellt, um die Vorgänge im rund 320 Hektar umfassenden Privatwald aufzuklären. Am nächsten Dienstag, dem 22.03.2011, sind um 10:00 Uhr am Treffpunkt B7/Freundwarte alle interessierten Gothaer Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an dem Dialog zu beteiligen. Sämtliche Waldpflegemaßnahmen des Waldeigentümers sind, so Sproßmann, im Rahmen einer zehnjährigen Planung nach Prüfung durch unabhängige staatliche Experten exakt festgelegt. Derzeit gibt es keine Hinweise, dass hiervon abgewichen wurde. Die Pflegemaßnahmen wurden nahezu vollständig durch qualifizierte Forstunternehmer aus dem Landkreis Gotha durchgeführt und damit wichtige regionale Arbeitsplätze gesichert. Die beiden genehmigten Kahlschläge in dem ehemaligen russischen Militärbereich, die größtenteils mit munitionsverseuchten Fichten bestockt waren, werden in diesem Frühjahr wieder aufgeforstet. Der in Rede stehende Waldeigentümer hat in den letzten drei Jahren über 3,5 km neue Forstwege bauen lassen und dabei mehrere hunderttausend Euro investiert. Damit konnte das Erholungswegenetz auf dem Krahnberg für die Gothaer Bürgerinnen und Bürger deutlich ausgebaut werden.