„Frauen sind unersetzlich“

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In Bereich Sachsen Anhalt -Thüringen startete die Bundesagentur für Arbeit die Kampagne „Frauen sind unersetzlich“. Zielgruppe sind regionale Arbeitgeber, die so auf das Fachkräftepotential von Frauen aufmerksam gemacht werden sollen.

Das Angebot an qualifizierten Fachkräften wird in Zukunft knapper werden. Prognosen  zeigen, dass sich das Arbeitskräftepotential aufgrund des demografischen Wandels bis 2025 in Deutschland um 6,5 Mio. Personen, in Thüringen um über 280 Tsd. Personen, verringern  wird.

Gleichzeitig erleben wir gerade einen Wandel von der Industrie- hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. Um der zukünftigen Entwicklung Rechnung zu tragen und im Wettbewerb um die besten Fachkräfte die Nase vorn zu haben, sollten Arbeitgeber bereits jetzt Maßnahmen zur mittel- und langfristigen Fachkräftesicherung planen.

Durch die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen kann ein Potenzial erschlossen werden, das bis zu 2,1 Millionen zusätzlichen Fachkräften entspricht.

Studien belegen, dass viele Frauen – auch Mütter mit Kindern unter 18 Jahren – die derzeit in Teilzeit beschäftigt sind, gern länger arbeiten würden. Hier schlummern noch erhebliche Reserven.

Die Situation von Frauen und Männern stellt sich am Arbeitsmarkt unterschiedlich dar. Frauen haben es hier deutlich schwerer:

•    Ein Drittel der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Thüringen arbeitet in Teilzeit.
•     84 Prozent der Teilzeitbeschäftigten in Thüringen sind weiblich.
•     Fast zwei Drittel der geringfügig Beschäftigten sind Frauen.
•     Bei den alleinerziehenden Arbeitslosen, aber auch bei den Berufsrückkehrenden
dominieren Frauen.
•     Frauen verdienen weniger als Männer.
•     Frauen finden sich seltener in Führungspositionen.

Die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine hohe Hürde, die eine Vollzeitbeschäftigung oftmals verhindert. Um das Arbeitskräftepotenzial der Frauen zu erschließen, sind noch viele Initiativen erforderlich. Insbesondere nach einer Phase der Familienzeit arbeiten Frauen weniger als Männer bzw. unterhalb ihrer Qualifikation. Dies trägt dazu bei, dass sie weniger verdienen, weniger Sozialversicherungs- und Rentenansprüche erwerben und langfristig schlechtere Karrierechancen und Lebenszeiteinkommen haben. Immer häufiger wird die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zur Herausforderung.

Wollen Firmen das große Fachkräftepotenzial der Frauen ausschöpfen, muss künftig eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und familiären Aufgaben gewährleistet sein. Das bringt klare Vorteile, sowohl für die Unternehmen als auch für die Beschäftigten.

Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt  und der Arbeitgeber-Service informieren und beraten Personalverantwortliche in Unternehmen zu den verschiedenen Aspekten einer zukunftsorientierten Personalpolitik. Die Agentur für Arbeit zeigt Wege auf, wie es gelingen kann, die Attraktivität des Unternehmens zu erhöhen und damit vorhandene Fachkräfte zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen.

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