Gespendetes Gedenken

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Am kommenden Freitag, 27. September findet in Gotha die 8. Stolpersteinverlegung seit 2006 statt, bei der weitere sieben Stolpersteine verlegt werden. 1993 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig initiiert, erinnern diese an die Vernichtung der Juden, Sinti und Roma, der politisch Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und anderen Opfer des Nationalsozialismus.

Dazu werden die Stolpersteine – mit Messingblech verkleidete Pflastersteine, auf denen die biografischen Daten der Betroffenen eingraviert sind – vor dem Wohnhaus der Betroffenen oder an deren früherer Stelle im Gehweg eingelassen.

Die ersten drei Stolpersteine werden um 11.00 Uhr in der Gartenstraße 32 b verlegt. Sie erinnern an die Familie von Leo Heilbrunn (geb. 1905), seine Mutter Betty (geb. 1875) und seine Frau Margot (geb. 1910), die 1938 nach Palästina emigrierten. Drei weitere Stolpersteine – gespendet vom Ehepaar Dr. Volkmar und Dr. Regina Fritzsche und der Gothaer Stadtratsfraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen – erinnern in der Goldbacher Straße 1 an die Familie des Kaufmanns David Blau (geb. 1883), seine Frau Anna und ihren Sohn Ernst, die man 1938 nach Polen abschob.

David und Ernst Blau wurden in Auschwitz und im Warschauer Ghetto ermordet, während Anna Blau zu den wenigen Überlebenden des Holocaust in Polen gehörte. Nach dem Krieg lebte sie in Jena. Mit einem Stolperstein erinnert in der Lucas-Cranach-Str. 1 der Altstadtverein Gotha an Lina Rosenthal (geb. 1895), die 1942 im Ghetto Belzyce (Polen) ermordet wurde.

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