Einen für die Residenzstadt Gotha äußerst wichtigen Fördermittelbescheid übergab bei seinem gestrigen Besuch Thüringens Kultusminister Christoph Matschie in der Forschungsbibliothek auf Schloss Friedenstein. Darüber informiert Matthias Hey, Gothaer Abgeordneter des Landtages.
Gemeinsam mit der Universität Erfurt, der Stiftung Schloss Friedenstein und der Universität Jena wird eine „Projektgruppe Reformationsgeschichte“ in der Forschungsbibliothek installiert, die zukünftig im Rahmen der Lutherdekade wertvolle Forschungsarbeit leisten wird.
Mit 60.0000 Euro finanziert das Kultusministerium die Arbeitsstelle eines wissenschaftlichen Koordinators, der diese Projektgruppe betreut. Minister Matschie hatte einen weiteren Förderbescheid über 100.000 Euro im Gepäck, mit dem zwei hochwertige Scanner-Geräte beschafft werden können. Damit besteht die Möglichkeit, die einzigartigen und historisch kostbaren Dokumente zu digitalisieren und so weltweit anderen Forschungsprojekten zur Verfügung zu stellen.
„Gotha wird damit zu einem Zentrum der Reformationsforschung in Thüringen“, freut sich Matthias Hey, „und die 160.000 Euro besitzen eine wichtige Schlüsselwirkung, denn insbesondere durch die hochwertige technische Ausstattung kann ab sofort weiteres Geld von anderen Institutionen als Drittmittel eingeworben werden, die den Forschungsstandort Gotha weiter voranbringen“.
Das erste Projekt wird in Gotha die Reformatorischen Flugblätter in den Mittelpunkt stellen. „Mit mehr als 900 Exemplaren verfügt Gotha über die weltweit größte sogenannte Einblattsammlung aus dieser Zeit“, erläuterte Bernd Schäfer, Museumsdirektor der Stiftung Schloss Friedenstein, dem interessierten Minister. Schäfer betreut als Experte diese einzigartige Sammlung, deren Stücke zum Teil aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen und in einem noch immer herausragend guten Zustand in Gotha zu bewundern sind. „Dass trotz knapper Landeskassen nun 160.000 Euro nach Gotha fließen, ist auch ein wichtiges Signal für unsere Forschungsbibliothek“, so die Einschätzung von Matthias Hey.






















