Grüner Fuchs für den Landkreis Gotha

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Seit Donnerstag Abend ist auch die Partei Bündnis 90/Die Grünen offiziell in den Wahlkampf um den Posten des Landrates des Landkreises Gotha eingestiegen. Wie zu erwarten, nominierte die Partei am Donnerstag Abend  in der Gothaer Geschäftsstelle in der Marktstraße Steffen Fuchs einstimmig als Landratskandidaten für die Wahl am 22. April 2012.

„Grüner Fuchs für Gotha“ dürfte ein Slogan sein, den die Bürger im Landkreis demnächst häufiger lesen werden. Denn Steffen Fuchs nahm die Wahl auch an. Dass die Partei überall im Bund im Aufwind ist, soll sich auch bei der hiesigen Landratswahl manifestieren.

Dabei ist den Grünen wichtig, dass sie „mit Themen in den Wahlkampf“ gehen, die „ein Landrat vor Ort auch bewegen kann“. Soll heißen: Themen wie der Wahlkampf für faire Mindestlöhne wird man im Wahlkampf vergeblich suchen, denn „über Mindestlöhne entscheidet nun einmal kein Landrat“, meint Fuchs im Gespräch mit unserer Redaktion.

Nach der Nominierung stellte Fuchs in Kürze seine „wichtigsten Themen“ in den Bereichen Verkehr (z.B. die Re-Aktivierung der Ohratalbahn), Bildung/Schulen (Komplettsanierung des Gothaer Ernestinums und Wiedereinführung des Essengeldzuschusses), Umwelt- und Naturschutz (Kein Neubau der Straße Steinforst) erneuerbare Energien (Versorgung aller kreiseigenen Gebäue mit erneuerbaren Energien), Kommunaleinnahmen (ernsthafte Ausgaben- und Aufgabenkritik) und direkte Demokratie (mehr Volksbegehren auf Landkreisebene) vor.

Neben einer Plakat-Kampagne sucht das Kreistagsmitglied Fuchs – er agiert in der gemeisamen Kreistagsfraktion mit der SPD als stellvertretender Vorsitzender –  „mit verschiedenen Aktionen vor Ort“ das Gespräch mit den Wählern. Von denen erhofft er sich ein achtbares Ergebnis, ohne sich dabei auf eine Zahl reduzieren zu lassen. Pressesprecher Albrecht Loth nennt auf eine entsprechende Frage „fünf Prozent und mehr“ als achtbares Resultat.

Wichtig ist dem Landratskandidaten die Fokussierung auf lokale Themen. Denn aus seiner Sicht tut ein Führungswechsel im Landratsamt Not: „Konrad Gießmann ist lieb und nett – aber das reicht nicht, um die Zukunft zu meistern.“ Der Landrat präsentiere nur die „Kontinuität des `Weiter so` – „und das ist zu wenig“, so Fuchs. „Damit werden wir die nächsten Jahre nicht erfolgreich bewältigen!“

Fazit der Redaktion der Gothaer Internetzeitung: Mit der Nominierung des vierten Landratskandidaten – neben Fuchs treten Amtinshaber Konrad Gießmann (CDU), Uwe Walther (SPD) und Ottokar Luhn (Die Linke) an – hat der Wahlkampf endgültig begonnen! Wir bleiben dran!