High-Noon am Saalestrand

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Gotha. Wenige Tage nach dem Heimdebakel gegen die zweite Mannschaft des FC Rot-Weiß Erfurt hat Wacker Gothas Trainer Holger Bühner seine Zuversicht wieder gefunden. Im vorentscheidenden Spiel beim VfL Halle (Sonnabend, 14 Uhr) soll gepunktet werden um das Abstiegsgespenst aus dem Volksparkstadion zu vertreiben. Dabei plagen den Coach erneut Personalsorgen.

Das 0:5 gegen Erfurt vom vergangenen Sonntag sei abgehakt versprechen die Wacker-Verantwortlichen. „Besser wir verlieren einmal 5:0, als fünf Mal 1:0“, bringt es Präsident Holger Gabe auf den Punkt. Mit drei Punkten aus den Duellen gegen Erfurt und Jena, sei die Mannschaft voll im Soll. Ärgerlicher als die eigene Niederlage seien ohnehin die überraschenden Erfolge der direkten Konkurrenz im Tabellenkeller. So ließ etwa der kommende Gegner VfL Halle mit einem 2:1-Sieg beim FSV Zwickau aufhorchen. Dadurch sind die Hallenser bis auf zwei Punkte an Wacker herangerückt. „Verlieren verboten“ heißt denn auch die Devise im Gothaer Lager, da man sich sonst vielleicht schon am Wochenende auf einem Abstiegsplatz wieder findet. „Auf jeden Fall haben wir es weiter selbst in der Hand, den Abstieg abzuwenden“, macht Trainer Bühner seiner Mannschaft Mut.

Diese wird zumindest auf zwei Positionen ein anderes Gesicht haben als zuletzt im Derby gegen Erfurt. Nach seiner roten Karte muss der zuletzt so starke Innenverteidiger Bastian Bischof ebenso ersetzt werden wie Stürmer Marty Jung, der wegen der fünften gelben Karte fehlt. Als ganz großer Trumpf gilt allerdings die Rückkehr von Daniel Bärwolf in die Startformation. Der Routinier ist nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder „frei“ und soll seine jungen Mannschaftskameraden als Leitwolf in das Schlüsselspiel führen. Trainer Holger Bühner redet sein Team stark. „Ich weiß, dass wir Halle erneut schlagen können“, erinnert er seine Spieler an das überzeugende 4:1 in der Vorrunde und etliche starke Auswärtsauftritte in den vergangenen Wochen. Dabei können die Wackeren auf besondere Unterstützung bauen.

Die Führungsgremien des Vereins wollten nahezu geschlossen die Fahrt nach Halle antreten, erklärt Präsident Holger Gabe, der zugleich an die Fans appelliert: „Gerade nach der enttäuschenden Vorstellung gegen Erfurt braucht die Mannschaft in diesem richtungsweisenden Spiel die lautstarke Unterstützung ihrer Anhänger“.

Publiziert: 5. Mai 2011, 21.31 Uhr