Schwache Leistung zum Saisonabschluss

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Nach einer schwachen Leistung verlor Bundesligist VC Gotha am Mittwoch sein letztes Saisonspiel gegen Chemie Volley Mitteldeutschland mit 0:3 (14; 21; 22) und beendete die Premierenspielzeit auf dem abschließenden 10.Tabellenplatz.

Eigentlich hatten sich die Gothaer Volleyballanhänger auf ein lockeres und ansehnliches Spiel zweier Teams eingestellt, die den Klassenerhalt sicher, nur noch um die inoffizielle mitteldeutsche Meisterschaft kämpfen. Doch leider merkte man nur den Gästen aus der Chemieregion um Leuna an, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Drei Saisonniederlagen gegen Gotha hatten deren Ehrgeiz noch mal angestachelt. Beim heimischen VC aber war die Luft erkennbar raus.

Darauf verwies auch Trainer Jörg Schulz im abschließenden Interview. „Die Mitteldeutschen waren heute einfach das bessere Team. Meine Mannschaft konnte in keiner Phase des Spiels die erhoffte Leistung abrufen. Dennoch sollten wir jetzt kein Trübsal blasen, denn mit dem abschließenden 10.Platz haben wir als Aufsteiger eine gute Saison gespielt. Immerhin haben wir die Play-offs nur um die Winzigkeit eines Satzes verpasst“, schob er allerdings die positive Saisonbilanz in den Vordergrund.

Der VC Gotha begann diesmal mit Lukas Gudas, der voraussichtlich sein letztes Spiel für den Verein bestritt. Neben ihm liefen zunächst Bojan Gluvajic, Joni Markkula, Paul Lohrisch, Ariel Hilman, Sven Kellermann und Libero Isaac Kneubuhl auf. Die Gastgeber erwischten einen denkbar schlechten Start und lagen schnell 3:8 zurück. Die Mannschaft erschien lethargisch und fand gegen sichtlich hoch motivierte  Gäste nicht ins Spiel. Die Annahme wirkte unsicher und im Angriff lief nicht viel zusammen. Eigene Punktgewinne resultierten zudem fast nur aus gegnerischen Fehlern. Mit einem Ass beendete Mark Siebeck, der beste Spieler auf dem Feld und später als MVP ausgezeichnet, den Satz zum 25:14 für den CVM.

Auch der 2.Satz brachte keine entscheidende Verbesserung. Zwar konnten die Gothaer das Spiel nun etwas ausgeglichener gestalten, ohne jedoch Normalform zu erreichen. Insbesondere Siebecks Angriffe und Aufschläge konnten sie weder im Block noch in der Feldabwehr verteidigen. So ging auch der 2.Abschnit mit 25:21 an die Gäste.

Im 3.Satz stellte Schulz um. Nikola Poluga kam für Gudas in den Sechser, Marcel Herrmann rückte für Lohrisch auf die Außenposition. Diese Maßnahmen schien zu fruchten und Gotha ging mit 5:2 in Führung. Doch schnell war auch diese Führung wieder verspielt und der gute Beginn erwies sich leider als Strohfeuer. Beim Stand von 8:13 war dann bereits eine Vorentscheidung gefallen. Schulz wechselte im Zuspiel Maris Vensbergs für Markkula und Lohrisch kam für Hilman. Mit einigen guten Aktionen gelang den Gastgebern beim 20:20 zwar noch der Punktausgleich, zu mehr sollte es aber nicht reichen und auch der letzte Satz ging mit 25:22 nach Sachsen-Anhalt.

Trotz der Niederlage gab es zum Abschluss anerkennenden Beifall von den Zuschauern für die im Saisonverlauf gezeigte Leistung und den geschafften Klassenerhalt. Kapitän Gluvajic wurde vom Gästetrainer zum MVP bestimmt.

Hinter den Kulissen aber laufen beim VC Gotha schon die Vorbereitungen auf die neue Saison, die Anfang Oktober beginnt. Über den jeweiligen Stand dieser Vorbereitungen wird der Verein laufend informieren.

Publiziert: 5. Mai 2011, 21.34 Uhr

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