"Innovation" im Fokus

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Bei der diesjährigen Thüringer Jahresveranstaltung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) am Montag im Hans-Knöll-Institut in Jena wird die Innovationsförderung im Mittelpunkt stehen. Thüringen erhält im aktuellen Förderzeitraum von 2014 bis 2020 rund 1,165 Mrd. Euro aus dem EFRE. Davon entfällt mit knapp einem Drittel (333 Mio. Euro) der größte Anteil auf den Bereich Innovation.

07.11.2016 – Auf Grundlage der „Thüringer Strategie für intelligente Spezialisierung“ hat Thüringen seit Beginn der Förderperiode seine regionale Innovationsstrategie durch innovative Projekte weiterentwickelt und zählt zu den besten Umsetzern bezüglich der Projektauswahl innerhalb der deutschen Operationellen Programme. Zu den von Thüringen geleisteten Innovationen zählt etwa das Jenaer Projekt Infectognostics, das unter den Finalisten der diesjährigen REGIO Stars Awards war. Weiterhin hat sich Thüringen im europäischen Vergleich insbesondere in den Bereichen Produkt- und Prozessinnovationen und Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen hervorheben können.

Raphaël Goulet, Referatsleiter der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission, sagte auf der EFRE-Jahresveranstaltung in Jena: „In der Förderperiode 2014-20  spielen die regionalen Innovationsstrategien für intelligente Spezialisierung […] eine entscheidende Rolle. Wichtig hierbei ist es, alle relevanten regionalen Akteure einzubeziehen, um so die regionalen Stärken und Alleinstellungsmerkmale besser ausbauen zu können. Wichtig wird es auch in der Zukunft sein, diese Strategie durchwährend den entstehenden Gegebenheiten anzupassen und auch weiterhin die regionalen Akteure an diesem Prozess teilhaben zu lassen, um so die Qualität der regionalen Innovationskraft weiter auszubauen.“

Die bisher zu beobachtenden Auswirkungen regionaler Innovationsstrategien in Europa betrachtet Raphaël Goulet als positiv: „Die Qualität der nationalen und regionalen Innovationssysteme und -politiken wurden verbessert – weg vom Einzelprojekt-Denken, hin zu strategischem Denken und kritischer Masse. Es gibt positive Auswirkungen auf die regionale „Governance“ im Bereich der Innovationspolitik, z.B. durch stärkere Kooperationen zwischen verschiedenen Innovationsakteuren, Ressorts und Politikbereichen und die Setzung neuer Prioritäten.“

Mit den Hilfszahlungen im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sollen Ungleichheiten zwischen verschiedenen Regionen in Europa beseitigt werden. Ziel ist es, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt innerhalb der EU stärken. Im aktuellen Förderzeitraum von 2014 bis 2020 stehen Deutschland 19,2 Mrd. Euro EU-Förderung aus dem EFRE zur Verfügung.

In Thüringen wird durch die Unterstützung durch den EFRE eine Steigerung des Wirtschaftswachstums erwartet. Dies soll durch eine Erhöhung der privatwirtschaftlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, den Ausbau von Arbeitsplätzen und Produktivitätssteigerung erreicht werden. Daneben sieht das Programm eine Verbesserung der Hochwasserschutzmaßnahmen, Unterstützung für die Reduzierung von CO2-Emissionen und Verbesserung der Energieeffizienz in allen Wirtschaftsbereichen sowie eine stärkere Mitbestimmung der Städte bei der Gestaltung ihrer Entwicklung vor.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/regional_policy/de/atlas/programmes/2014-2020/germany/2014de16rfop015

http://www.efre-thueringen.de/

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