„Was wir uns heute vorgenommen haben, die beiden gegensätzlichen Lager voneinander zu trennen, hat gut funktioniert.“, so schätzte Polizeiführer Heiko Schmidt den gestrigen Polizeieinsatz in Kahla ein.
Mehrere Hundert Beamte aus Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, dem Saarland und der Bundespolizei sorgten heute für Sicherheit in der Kleinstadt.
300 Teilnehmer der rechten Szene waren angemeldet worden, am Ende kamen 160. Auf der Seite der Gegendemonstranten nahmen laut Schätzung der Polizei etwa 550 Menschen an den verschiedenen Veranstaltungen teil. Auch mehrere Politiker und Landtagsabgeordnete waren erschienen, um ihren Protest gegen den „Thüringentag der nationalen Jugend“ zum Ausdruck zu bringen.
Gegen 19.00 Uhr waren alle Veranstaltungen beendet, auch die Heimreise der Veranstaltungsteilnehmer erfolgte ohne weitere Vorkommnisse.
Drei Straftaten wurden auf der Seite der rechten Veranstaltung festgestellt, so eine Volksverhetzung – ein Teilnehmer hatte eine Aufschrift auf seinem T-Shirt, die den Tatbestand erfüllt. Das andere war ein Zeigen von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen – hier hatte ein Teilnehmer eine SS-Rune auf seiner Hand.
Aufgenommen wurden des Weiteren mehrere Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, indem z.B. ein Gegendemonstrant eine Schreckschusswaffe mitgeführt hatte und ein anderer ein Messer.






















