Kreativität bei neuen Straßennamen ist wünschenswert

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Die im Zusammenhang mit der 2014 stattfindenden Eingemeindung der Emsetaldörfer in Waltershausen aufgeflammte Debatte über die Korrektur doppelter Straßennamen nimmt Steffen Fuchs, grünes Stadtratsmitglied in Waltershausen, zum Anlass, wieder auf einen von den Grünen in der Vergangenheit zum Thema gemachten Vorschlag hinzuweisen.

Denn bereits 2010 wurde diese Debatte aufgrund der in den bisherigen Ortsteilen ohnehin schon vorhandenen doppelten Straßennamen geführt.

Fuchs erklärt: „Für die Umbenennung sollte man in erster Linie auf verdienstvolle Persönlichkeiten oder ortstypische, lokalgeschichtlich verankerte Bezeichnungen, wie Flurnamen, zurückgreifen, gibt es doch allein schon im Fall von Schnepfenthal und Waltershausen bspw. zwei attraktive Alternativen. So wäre es wünschenswert, die durch Schnepfenthal führende Hauptstraße in „Waldsaumstraße“ umzubenennen. Immerhin handelt es sich bei dieser Straßenbezeichnung um den mindestens seit Anfang der 1840er Jahre gebräuchlichen Namen der durch das ehemalige Herzogtum Gotha am Fuße des Thüringer Waldes von Elgersburg bis Mechterstädt auch über Cumbach/Schnepfenthal und Waltershausen führenden Straße.  

Albrecht Loth, Vorstandsmitglied des Kreisverbands Gotha, ergänzt: „Bei dieser Gelegenheit sollte endlich auch ein großer, aber weitgehend vergessener Sohn der Stadt Waltershausen gewürdigt werden: der 1691 in Waltershausen geborene, bedeutende Barockkomponist Johann Balthasar König (1691-1758). König ging 1704 nach Frankfurt am Main, wo er Kapellknabe und Musiker der städtischen Kapelle wurde, 1727 zu deren Kapellmeister aufstieg und für eine Belebung des Frankfurter Musiklebens sorgte. Der mit Georg Philipp Telemann – einem seiner Amtsvorgänger – befreundete König verfasste zahlreiche Kantaten und Choräle. Sein bekanntestes Werk ist der 1738 herausgegebe-ne „Harmonische Liederschatz“ – das umfangreichste Choralbuch des 18. Jahrhunderts. 358 der dort veröffentlichten Choräle hat wahrscheinlich König vertont. Zwei von ihnen sind auch heute noch Be-standteil des Evangelischen Gesangbuchs, so u. a. der besonders bekannte Choral „Oh daß ich tausend Zungen hätte“.

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