Kunstwerke über Jahrzehnte

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Am Samstag, 19. Oktober 2013, wurde das Herzogliche Museum Gotha eröffnet. Am ersten Wochenende, an dem die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha freien Eintritt gewährte, strömten unglaubliche 12.000 Besucher in das Museum. Die neue, farbintensive Präsentation der einzigartigen Friedensteinischen Kunstsammlungen fand bei den Besuchern sehr guten Anklang. Über Jahrzehnte waren die Kunstwerke, deren Vielfalt von Mumien aus dem Alten Ägypten und Schätzen aus China und Japan bis zu Gemälden von Cranach, Rubens und Caspar David Friedrich reicht, nur in Teilen im Schloss Friedenstein ausgestellt, wo sie in der Pracht der barocken Räumlichkeiten oftmals wenig Beachtung fanden. Nunmehr hat der hohe, internationale Rang der Sammlungen auch wieder ein passendes Ambiente.

Das Herzogliche Museum wurde zwischen 1864 und 1879 von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha erbaut. Bis 1945 wurden hier die naturkundlichen Sammlungen und die Kunstsammlungen gemeinsam ausgestellt. Bedingt durch die Tatsache, dass die Kunstsammlungen bis Ende der 1950er Jahre vollständig in der Sowjetunion waren, nutzte man das Gebäude seither als Naturkundemuseum. Im Rahmen der Umstrukturierung der Gothaer Museumslandschaft zum „Barocken Universum Gotha“ zog das Museum der Natur 2010 ins Schloss, das historistische Gebäude wurde mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland, des Freistaates Thüringen und der Stadt Gotha grundlegend saniert und nunmehr als Kunstmuseum und größtes Museum Thüringens eröffnet.

 

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