Landrat legt Energie- und Klimaschutzkonzept vor

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Fliesenstudio Arnold

Landrat Konrad Gießmann legt dem Kreistag eine Konzeption vor, wonach die Versorgung kreiseigener Gebäude schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt und somit der CO2-Ausstoß langfristig verringert werden soll.

„Es greift bisherige Einzelanträge zu Detailfragen, etwa der Stromausschreibung, ebenso mit auf wie die bisherigen Sanierungsmaßnahmen, die seitens der Verwaltung bereits durchgeführt worden sind“, so Gießmann. „Es geht darum, bisherige und künftige Schritte zu bündeln und an einer gemeinsamen Zielstellung auszurichten.“ Deshalb finden sich als Maßnahmen unter anderem die Verpachtung von Dachflächen der Burgenlandschule Wechmar sowie der Regenbogenschule Gotha für Photovoltaikanlagen, der Ausschluss von atomar erzeugtem Strom bei künftigen Lieferverträgen wie auch die Überprüfung und schrittweise Ersetzung von 22 Heizungs- und Wärmeerzeugungsanlagen an Schul- und Verwaltungsgebäuden bis Ende 2016.

Flankierend zum bereits vorliegenden Energiekonzept soll in Kooperation mit der Stadtverwaltung Gotha ein weiter reichender Fahrplan für den Klimaschutz im Landkreis entwickelt werden. Er soll als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für die gesamte Region dienen und dabei technische wie wirtschaftliche Potenziale zur CO2-Minderung identifizieren und Lösungsvorschläge anbieten. Zielstellung ist es, nicht allein die kommunale Seite zu betrachten, sondern Aussagen für alle Lebensbereiche zu treffen. Bis Ende 2013 soll das Grundsatzpapier erarbeitet werden; rund 75.000 Euro sind hierfür geplant.

Im Kontext von Energieeinsparungen und Emissionsminderungen steht zudem ein dritter Antrag, den Konrad Gießmann dem Kreistag zur Entscheidung vorlegt. Er sieht vor, die Mittel für den geplanten Austausch von Lampen und Leuchtmitteln in kreiseigenen Schulen drastisch zu erhöhen. Für insgesamt knapp 480.000 Euro sollen nun veraltete Beleuchtungsanlagen ersetzt werden; bislang waren rund 103.000 Euro hierfür geplant. Möglich wird die Vervierfachung des Betrags durch Einsparungen, die an anderen Projekten des Konjunkturpakets II erzielt wurden. Bereits abgeschlossen ist der Austausch im Schulgebäude der Grundschule Georgenthal sowie an der Nessetalschule Warza (inkl. Grundschul-Außenstelle Goldbach). Bis Jahresende noch realisiert werden sollen die Georgenthaler Schulsporthalle, die Regelschule Neudietendorf, die Gymnasien Gleichense, Ernestinum und Gustav Freytag sowie das Berufsschulzentrum Gotha-West.

Publiziert am 6. Juni 2011, 13.05 Uhr