Seit dieser Woche hängen im Sozialamt des Landkreises in der Gothaer Mauerstraße einige Bilder von Herbert Scholz. Der 63-Jährige interessierte sich schon in seiner Jugend für Malerei und trat mit 17 Jahren einem Malzirkel im Gothaer Traktorenwerk bei.
Als der Zeichenzirkel einige Jahre später nicht mehr existierte, konnte Herbert Scholz seiner malerischen Freizeitbeschäftigung nicht mehr nachgehen, das Interesse ruhte viele Jahre. 1991 verlor Herbert Scholz, wie viele andere auch, seinen Arbeitsplatz. In dieser Zeit durchlebte er viele Höhen und Tiefen. Einige ABM-Maßnahmen gaben ihm wieder einen Sinn im Leben, aber sie konnten nicht verhindern, dass er an Alkoholismus erkrankte. Während einer längeren Entzugstherapie entdeckte Herbert Scholz sein künstlerisches Talent wieder und besuchte seitdem verschiedene Kunstkurse an der Volkshochschule des Landkreises. Seit 2001 arbeitet Herbert Scholz in einer Werkstatt des Bodelschwingh-Hofes Mechterstädt. Seine Landschaftsmalereien, die nun im zweiten Stock des Sozialamtes zu sehen sind, sind auch schon in Ausstellungen in der Fachhochschule Erfurt oder im Gothaer Rathaus gezeigt worden.





















