Die zehnte Lichtbildarena Jena ist am heutigen Sonntag (6.11. gegen 18.00 Uhr) mit der Bekanntgabe des Siegers des Kurzvortragswettbewerbs zu Ende gegangen. Gewonnen hat Mark Wistuba mit seinem Vortrag über seine Expedition zu den Eisriesen in Südamerika. Er setzte sich damit gegen seine vier Mitbewerber durch. Der Wettbewerbssaal war bis auf den letzten Platz besetzt und die Auszählung der Stimmen dauerte daher ungewöhnlich lange bis 18 Uhr.
Traditionsgemäß entscheidet das Publikum, welches der vorgestellten Vortragssujets ihm am besten gefällt. Der Gewinner darf dann die Vollversion seines Vortrags im Hauptprogramm der nächsten Lichtbildarena halten. So hatte der Österreicher Andreas Hollinger am Samstag um 11 Uhr seine Solo-Bezwingung eines 7000ers in Pakistan in Pakistan eindringlich geschildert. Er ließ dabei tief blicken in die Psyche eines Alleingängers und Einzelkämpfers.
Zahlreiche Hürden führten ihn mehrmals an den Rand des Scheiterns. Das war die Geschichte, die das Publikum im letzten Jahr gerne im Ganzen hören wollte und also zu seinem Favoriten kürte. Hier gab es ständiges Gelächter im Saal.
Mit etwa 8.000 Besuchern war das erste runde Jubiläum von Jenas Dia-Festival ebenso gut besucht wie im Vorjahr. „Offenbar hat die Lichtbildarena zum einen viele treue Fans, zum anderen locken wechselnde Themen, Referenten und verschiedene Ausrichtungen des Festivals immer wieder neue Besucher an“, sagt Organisatorin Barbara Vetter. Dennoch gibt ihr Partner Vincent Heiland zu, „hätten wir vor 10 Jahren bei der Premiere davon nicht zu träumen gewagt. Als Besonderheit hatten wir im Jubiläumsjahr einen Einzelbild-Zuschauerwettbewerb veranstaltet, bei dem es 1.000 Euro zu gewinnen gab. Die Beteiligung war überwältigend. Die Gewinner-Bilder waren im Foyer in einer Ausstellung zu sehen. Ebenfalls im Foyer haben wir Fotos von unserem zukünftigen Projekt gezeigt, bei dem es mit zwei Kamelen und zwei Kindern durch die Mongolei geht,“ berichtet Heiland
Vom 4.-6. Novemeber wurden in den Hörsälen am Ernst-Abbe-Platz neun Haupt-Vorträge gehalten, zwei Wissenschaftsvorträge von Dozenten der Uni Jena und zwei Profi-Seminare ergänzten das Programm. Jeweils am Freitag und Samstag gab es abends ab 22 Uhr Live-Musik von Bands, die auch für einzelne Vorträge die Musikuntermalung geliefert hatten. Die Kinder der Besucher wurden dieses Jahr nicht nur in einer Bastelecke betreut, sondern konnten am Samstag nachmittag mit dem Gaukler Paolo Dersconte eine Artistische Weltreise unternehmen. Das kam sehr gut an. Im Foyer konnte man sich in einer kleinen Messe rund um Fotoausrüstung, Outdorraktivitäten und Reisen informieren. Zudem gab es Kunsthandwerk und Speisen aus den Ländern, die in den Vorträgen bereist wurden., das waren u.a. Russland, Pakistan, Südostasien, Tibet, Arabien, Afrika und der Balkan. Dabei fällt die Annäherung an Land und Leute je nach Typ des Vortragenden anders aus.
Das Festival, dass in einer Umfrage der Stadt Jena vor zwei Jahren zum beliebtesten Kulturevent gekürt wurde, scheint eine feste Größe in der Jenaer Kulturlandschaft geworden zu sein. Es ist Anziehungspunkt für Alt und Jung, für Abenteuerlustige und Fernwehkranke, für politisch Interessierte ebenso wie für Menschen, die sich für fremde Kulturen oder Natur begeistern können.
Für die Zeit bis zur nächsten Lichtbildarena gibt es zur Überbrückung einzelne Vorträge in der Lichtbildarena spezial, das Programmheft dafür liegt vor und die Termine stehen wie immer auch online unter www.lichtbildarena.de























