Musik in der ROTRAUT-Ausstellung im Alten Straßenbahndepot

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Musikschülerinnen und -schüler aus Jena musizieren am 22.06.2016 in der Ausstellung „Quantengesänge“ mit Bildern und Skulpturen der Künstlerin ROTRAUT, die vom 30. April bis 24. Juli 2016 im Alten Straßenbahndepot Jena gezeigt wird. Mit "Flötentöne zu den Quantengesängen" wollen sie damit ihre Eindrücke an den einzelnen Exponaten in Musik umzusetzen. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Wie sich farbig-glänzende Skulpturen und mystisch-düstere Bilder in Musik übersetzen lassen, das ergründete am Mittwoch die freiberufliche Musikerzieherin Ilga Herzog mit ihrem Mann und fünf ihrer Schülerinnen in der Kunstausstellung „ROTRAUT – Quantengesänge“ im Alten Straßenbahndepot.
Eine der Schülerinnen hatte mit einer Freundin für ein Schulprojekt der 9. Klasse der Jenaplan-Schule unter dem Motto „Verlassene Orte“ das Alte Straßenbahndepot besucht. Sie war so beeindruckt von der Lebendigkeit dieses scheinbar verlassenen Orts und ROTRAUTs Werken, dass sie sagte: „Dort müssen wir unbedingt improvisieren“. Das ließ sich Ilga Herzog nicht zweimal sagen und probierte aus, wie ihre Flöten in der Ausstellung klingen.
Ilga Herzog setzt gern auf außergewöhnliche Projekte in ihrer Musikerziehung und lässt ihre Schülerinnen und Schüler immer wieder zu ausgewählten Kunstwerken improvisieren. Willkommene Anlässe sind Ausstellungseröffnungen wie jüngst in der Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz zu Bildern von Adam Noack.
In der ROTRAUT-Ausstellung wählten sich die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren je ein Kunstwerk aus und verliehen ihren Empfindungen Ausdruck. Zum Einsatz kam dabei ein breites Spektrum an Instrumenten: von klassischen Querflöten über ein Didgeridoo bis hin zur singenden Säge.
Der besondere Klang der Instrumente im Alten Straßenbahndepot faszinierte Musiker, Ausstellungsbesucher und -personal gleichermaßen. Die Schülerinnen verließen die Ausstellung mit den Worten: „Das war sehr schön und hat viel Spaß gemacht“. Auch ROTRAUT hätte an der Energie, die von ihren Werken auf die Schülerinnen und Schüler floss und über die Musik in der Halle verströmt wurde, sicher ihre Freude gehabt, sind sich die Organisatoren sicher.
Wenn auch ohne Flötentöne, können zumindest ROTRAUTs Quantengesänge noch bis zum 24. Juli, mittwochs bis sonntags von 14 bis 20 Uhr, im Alten Straßenbahndepot in Jena (Dornburger Str. 17) erlebt werden.

Beitragsbild: (Einige der Jenaer Musikschülerinnen, die in der Ausstellung „Quantengesänge“ musiziert haben, Foto: Jan-Peter Kasper/FSU)

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