Am 29. August 2013 um 18 Uhr stellen sich in der Villa Rosenthal in Jena die neuen Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendiaten für Literatur/Stadtschreibung, Najem Wali, und für Bildende Kunst, Patrick Fauck, dem Jenaer Publikum vor.
Der aus dem Irak stammende Bestseller-Autor und Journalist Najem Wali sowie der Lichtdruckkünstler und Grafiker Patrick Fauck sind die aktuellen Clara-und-Eduard- Rosenthal-Stipendiaten für den Zeitraum Juli bis Dezember 2013.
Die Stipendiaten werden an diesem Abend in der Villa Rosenthal einen Einblick in ihr Leben und Wirken geben und über ihr Arbeitsvorhaben während ihres Stipendienaufenthaltes in Jena sprechen.
Wali widmet sich während seines sechsmonatigen Stipendiums gleich zwei jüdischen Häusern, die eine ähnlich faszinierende Geschichte und viele Gemeinsamkeiten haben: Einerseits möchte er die Villa Rosenthal und ihre einstigen
Bewohner näher kennen lernen und ihre Geschichte erforschen. Andererseits zieht er Parallelen zu der am Tigris gelegenen Villa des Sir Sassoon Eskells. Rosenthal sowie Eskell gehörten beide dem jüdischen Bildungsbürgertum an und beschäftigten sich zur gleichen Zeit mit juristischen, politischen, gemeinnützigen und kulturellen
Belangen ihrer Regionen.
Wali sucht während seines Stipendiums nach weiteren Parallelen zwischen den Häusern und ihren einstigen Besitzern. Dazu begibt er sich auf Forschungsreise nach Wien und in den Irak. Die Ergebnisse seiner Spurensuche
werden zum Ende seines Stipendienaufenthaltes in einem Buch zusammengefasst. Zur Auftaktveranstaltung am 29. August 2013 wird Wali aus seinem aktuellem Werk „Engel des Südens“ lesen.
Patrick Fauck, der ausschließlich mit Druckgrafiken arbeitet, gewährt einen Einblick in das spezielle Verfahren des Lichtdruckes. Anhand eines Kurzfilms wird diese besondere Art des Flachdruckes näher erläutert. Der Lichtdruck gilt als „Königin der Druckverfahren“. Selbst unter auf Druck spezialisierten Künstlern ist dieses Verfahren der Druckgrafik relativ unbekannt und wird nur von wenigen beherrscht. Mittlerweile gibt es leider nur noch sehr wenige Standorte, wo dieses edle Druckverfahren seine Beachtung und Anwendung findet: im weit entfernten Kyoto und in Leipzig.
Während seines Aufenthaltes in Jena vertieft und erweitert Patrick Fauck seine Erfahrungen auf diesem Gebiet, das ihn schon seit einigen Jahren begeistert. Das Licht spielt bei Fauck eine besondere Rolle und ist sowohl Thema als auch
Arbeitsmittel. Das „Licht der Wissenschaft Jenas“ und das „Licht der Kunst Leipzigs“ führt er in seiner Projektskizze zusammen. Einige Werke Patrick Faucks werden zum Ende des Jahres in einer Ausstellung in der Villa Rosenthal zu sehen sein.
Zu dieser Auftaktveranstaltung mit Lesung, Film und Künstlergespräch laden wir alle Interessenten herzlich ein.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.






















