Niederlage beim Letzten sorgt für Ernüchterung

0
1091

Nach der 2:3 (21; 20; -12; -23; 12) Niederlage bei den A!B!C Titans Bergisches Land müssen die Bundesligavolleyballer vom VC Gotha ihre Play-Off-Träume endgültig begraben und sich ab sofort voll und ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren.

Innerhalb von vier Tagen mussten die Gothaer damit ihre zweite Tie-Break-Niederlage hinnehmen. Doch anders als im Klassespiel gegen Düren boten die VC-Spieler beim Tabellenvorletzten eine schwache Vorstellung.
Trainer Jörg Schulz brachte es nach dem Spiel auf den Punkt. „Wir haben uns heute selbst besiegt. Besonders in den beiden Anfangssätzen standen wir regelrecht neben uns. Die Titans haben das mit ihrem couragierten Spiel ausgenutzt“, lautete seine Einschätzung.
Der VC begann nervös und fand schlecht ins Spiel. Die vier Tage zuvor noch so sichere Annahme wirkte unsicher und auch im Angriff lief nicht viel zusammen. So erzielten die Hausherren allein in den beiden ersten Sätzen acht Blockpunkte gegen Gothas Angreifer. Nach dem 21:25 im Auftaktsatz brachte Schulz im 2.Satz Marcel Herrmann für Bojan Gluvajic, der diesmal nicht an die Form der Vorwochen anschließen konnte. Aber auch in diesem Abschnitt waren die Thüringer zeitweise vollkommen von der Rolle. Die Titans aber spielten nach dem Motto „Alles oder Nichts“ frei auf und hatten das Glück und paar Mal auch das Kampfgericht auf ihrer Seite. Am Ende musste Gotha auch den 2. Satz abgeben.
Erst im 3. Satz boten die Gothaer die Leistung, die sie sich selbst vorgenommen hatten. Mit druckvollen Aufschlägen erzwang man Wuppertaler Fehler und punktete selbst im Block und im Angriff. Auch der inzwischen zurückgekehrte Gluvajic steigerte sich und wurde nun neben Ariel Hilman und „Gui“ Barbosa zum Hauptpunktlieferanten. Nach dem klaren 25:12 Satzerfolg hoffte man im Gothaer Lager darauf, das Spiel zu kippen.
Im 4. Satz schien diese Rechnung auch aufzugehen. Zwar verlief dieser Satz ausgeglichener aber der VC konnte am Ende den Satz erneut für sich verbuchen.
Im entscheidenden Tie-Break wechselte Schulz auf der Zuspielerposition und ersetzte Joni Markkula durch Maris Vensbergs. Die Wuppertaler, bei denen erneut Neuzugang Ilja Wiederschein klug Regie führte, setzten ihre „Hop oder Top“ Spielweise erfolgreich fort. Die Gäste aber schien die Erinnerung an den verlorenen Tie-Break gegen Düren zu lähmen. Anders ist nicht zu erklären, warum man den Gastgebern erneut die Initiative überließ. So blieb am Ende nur Entsetzen über die nicht eingeplante Niederlage und Enttäuschung über das eigene Versagen. Mit dieser Niederlage ist das Thema Play-Off beendet und für den VC Gotha gilt es nun, sich in den verbleibenden vier Spielen der Normalrunde eine gute Ausgangs-position für die Play-Downs zu schaffen.      wm

Publiziert: 17. März 2011, 12.07 Uhr