Sporthallenbau in Tonna nimmt Fahrt auf

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Fliesenstudio Arnold

Jetzt geht es sichtbar voran an der im Bau befindlichen Sport- und Mehrzweckhalle in Gräfentonna. Davon hat sich Landrat Konrad Gießmann am heutigen Montag (19. März) bei einer Stippvisite einen Eindruck verschafft. Mit dem beginnenden Frühjahr nehmen die Arbeiten an der größten Einzelbaustelle in Regie des Landkreises Gotha Fahrt auf.

Die Bodenplatte ist gegossen und ein Teil der Betonwände steht bereits. In dieser Woche montieren Handwerker die Stützpfeiler der Außenwände und setzen die ersten Mauern im werdenden Sozialtrakt. Rund 2,5 Millionen Euro investieren der Landkreis und die Gemeinde Tonna gemeinsam in die Halle, die künftig dem Schulsport der Regelschule An der Fasanerie und den lokalen Sportvereinen zur Verfügung steht, aber auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.

„Schon heute lässt sich erahnen, wie dieser Bau in absehbarer Zeit nicht nur die Bedingungen für den Schulsport verbessert, sondern mit seiner Doppelfunktion auch einen großen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger von Tonna und der gesamten Fahner´schen Höhe schafft“, so Landrat Konrad Gießmann. Er möchte den Bau der neuen Halle auch als deutliches Bekenntnis des Landkreises Gotha zur Regelschule als auch zur Gemeinde Tonna verstanden wissen. „Denn diese Investition wertet natürlich die Schule an sich, aber auch die Lebensqualität in Tonna insgesamt deutlich auf. Deswegen bin ich stolz und froh, dass sich der Kreistag mehrheitlich für dieses Projekt ausgesprochen und auch die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt hat“, so Gießmann.

Die künftige Halle ist von Grund auf für die Doppelnutzung als Sport- und Veranstaltungsstätte ausgelegt. Der Sozialtrakt beispielsweise wird sich über zwei Geschosse erstrecken. Damit bleibt gewährleistet, dass im oberen Teil für Veranstaltungen separate Sanitärräume zur Verfügung stehen und dann nicht zwingend die Toiletten in den Umkleideräumen für Schüler und Sportler genutzt werden müssen. Für Feiern und Versammlungen entsteht in der oberen Etage ein 60 Quadratmeter großer Mehrzweckraum mit angeschlossener Teeküche. Wer möchte, wird von der 72 Quadratmeter großen Galerie aus einen guten Überblick über die Sportfläche haben. Zudem wird die Halle zwei separate Zugänge erhalten – schulseitig für den Unterricht, straßenseitig für die Nutzung durch Gemeinde und Vereine.

Wie in allen Neubauten des Landkreises Gotha werden auch hier die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap berücksichtigt: So sehen die Planungen einen Aufzug sowie Behindertentoiletten in beiden Geschossebenen vor, so dass die Halle das Prädikat barrierefrei zu recht erhält. Das Spielfeld soll rund 460 Quadratmeter umfassen und eine Linierung für Basketball, Handball, Badminton und Volleyball erhalten. Bei Großveranstaltungen finden im Inneren der Halle rund 340 Besucher einen Sitzplatz. Dank eines ebenerdigen Stuhllagers mit Platz für eine mobile Theke lässt sich die Fläche auch rasch von Sport- zu Veranstaltungszwecken umrüsten.

Derzeit liegen die Arbeiten, nicht zuletzt aufgrund des milden Winters, noch voll im Bauplan. Wenn das so bleibt, wird bereits im Mai der Dachstuhl aufgebracht und im Juli das Dach gedeckt werden. Die Fenster sind für Juni avisiert, für die Elektroinstallation im Inneren ist der August reserviert. Ebenfalls im Sommer sollen die Erdsonden für die Wärmepumpenheizung angelegt werden. Bis zur Eröffnung wird allerdings noch ein Winter ins Land gehen: Im April oder Mai 2013 soll es dann aber so weit sein.

Die Regelschule an der Fasanerie in Tonna wurde von 1957 bis 1960 als Experimentalbau der Technischen Universität Dresden nach schwedischem Vorbild errichtet. Zum Schulensemble mit einer beneidenswerten Ausstattung zählen unter anderem das nicht mehr nutzbare Lehrschwimmbecken, die große Aula mit Empore sowie ein ins Gebäude integrierter Turnraum. Die großzügige Gestaltung lässt auch in den Außenanlagen viel Raum zur Entfaltung. Heute steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz. Aktuell besuchen 164 Mädchen und Jungen die Regelschule Tonna.

Foto: Tonnas Bürgermeister Frank Vater, Landrat Konrad Gießmann und VG-Chef Stephan Müller (v. l.) vergleichen die voranschreitenden Arbeiten mit dem Bauplan.

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