Startschuss für Straßenerneuerung in der Kurstadt

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Einer weiteren Schlaglochstrecke rücken die Straßenbauer im Auftrag des Landkreises Gotha ab heutigem Montag (18. August) zu Leibe. Die Kreisstraße 14 wird im Bereich der Friedrichrodaer Bahnhofstraße in den kommenden Monaten umfänglich saniert. Landrat Konrad Gießmann und Friedrichrodas Bürgermeister Thomas Klöppel haben am Vormittag gemeinsam den symbolischen Startschuss für das Projekt gegeben.

Auf gut einem Kilometer Länge wird die Pflaster- und Flickenstraße in ihrer bisherigen Breite erneuert. Kostenpunkt: rund 500.000 Euro, zu denen der Freistaat Thüringen eine Förderung von 285.000 Euro beisteuert. „Ein absoluter Glücksfall, dass wir überhaupt Landesförderung erhalten“, zeigt sich Gießmann erfreut. Im Haushaltsplan des Landkreises waren für die Maßnahme entlang der K 14 insgesamt 350.000 Euro vorgesehen – die allerdings nur gereicht hätten für die Hälfte des Weges. Dank der Landesmittel kann nun unverhofft die gesamte Länge bis zum Ortsschild auf Vordermann gebracht werden. „Ein großes Dankeschön geht deshalb ans das Straßenbauamt Mittelthüringen und das Landesverwaltungsamt, die binnen sechs Wochen das Vorhaben geprüft, bewilligt und die Mittel sogleich bereitgestellt haben“, sagt Gießmann.

 

Zwei Bauabschnitte gewährleisten Erreichbarkeit

Die Straßenbauer nehmen die Piste vom Kreisel her kommend in Richtung Ortsausgang in Angriff. Im ersten Bauabschnitt, der sich über 580 Meter bis hinter die Tankstelle erstreckt, wird das alte Pflaster auf 30 Zentimetern Stärke durch einen neuen Aufbau aus Frostschutz, Asphaltragschicht und Decke ersetzt. Da zwei Lebensmittelmärkte, das gut frequentierte Berghotel, ein Neubaugebiet sowie die Tankstelle über die Bahnhofstraße angefahren werden, bleibt wechselseitig nur eine Fahrspur gesperrt. Vorgesehen ist ferner eine Verkehrsinsel, die Fußgängern künftig mehr Sicherheit beim Überqueren der Straße bieten soll.

Der zweite Bauabschnitt misst rund 470 Meter von der Tankstelle bis zum Ortsausgang. Auf dieser Länge fräsen die Straßenbauer die alte Oberfläche ab und bringen im Hocheinbau eine insgesamt 14 Zentimeter starke Trag- und Deckschicht neu auf. Verstärkt werden zudem die Randbereiche der Straße. Den Planungen zufolge soll die Fortsetzung allerdings unter Vollsperrung laufen, wobei mit der Straße „Am Steinforst“ eine Umleitung zur Verfügung steht.

 

Stadt beteiligt sich in erheblichem Umfang

Die Stadt Friedrichroda nutzt die Baumaßnahme des Landkreises, um ihrerseits Borden, Fußwege und die Beleuchtung entlang der Bahnhofstraße zu erneuern. Rund 195.000 Euro sollen in diesem und im nächsten Jahr dafür aufgewendet werden, so Bürgermeister Thomas Klöppel: „Die Randsteine im Wert von rund 50.000 Euro setzen wir noch 2014; der Rest folgt 2015.“ Die Instandsetzung der Bahnhofstraße bezeichnet er als wesentliche Aufwertung des Stadtbilds und der innerstädtischen Infrastruktur. Selbst wenn die Friedrichrodaer infolge der Arbeiten entlang der Lindenstraße und der B88 längst baustellenerprobt sind, bitten die Bauherren alle Anwohner und Gäste um Verständnis und Rücksichtnahme in den kommenden Monaten. Landrat Konrad Gießmann und Bürgermeister Thomas Klöppel sind davon überzeugt: „Auch dieses Mal wird sich die Geduld lohnen und Friedrichroda am Ende deutlich attraktiver sein.“ Die Kurstadt und der Landkreis haben bereits einschlägige gute Erfahrungen mit gemeinsamen Bauprojekten gesammelt. 2008 beispielsweise haben sich beide Partner in die Sanierung des Sozial- und Sanitärbereichs der Regelschulsporthalle hineingeteilt.

 

Fakten zum Straßenbau

¬Länge: 1,05 km, Teilabschnitte 580 und 470 Meter

¬Kreisstraße 14 gesamt: ca. 9,5 km von Leina über Cumbach nach Ernstroda und Friedrichroda

¬Investitionsvolumen Straßenbau (Landkreis): 500.000 Euro,
davon Landesförderung 285.000 Euro

¬Investitionsvolumen Nebenanlagen (Stadt): 195.000 Euro

¬Bauzeit: voraussichtlich bis 2015

¬Ausführende Unternehmen:

oStregda Bau GmbH & Co KG, Eisenach (Straßenbau)

oKrausser Ingenieure GmbH, Ohrdruf (Planung)

oIngenieurbüro Alexander Müller, Friedrichroda (Sicherheits- und Gesundheitskoordination)

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