Tagesdienst, aktueller Redakteur: Conny Schranz

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Fliesenstudio Arnold

Guten Tag, liebe Leser!

Wissen Sie eigentlich, wie viele Litfaßsäulen es in Gotha gibt? Ich hab mich mal informiert: Es sind 39! An einer davon gehe ich jeden Tag vorbei und habe mir schon oft die eingangs an Sie gerichtete Frage gestellt. Erstaunlich ist dabei, wie lange sich dieser „Werbedinosaurier“ gehalten hat. Nämlich schon fast 160 Jahre!

Erfunden wurde sie von dem Druckereibesitzer und Verleger Ernst Theodor Amandus Litfaß. Die damals „„Annoncier-Säule“ genannte Säule sollte „der damals um sich greifenden Wildplakatierung entgegen(zu)wirken. Litfaß schlug den Behörden vor, überall in der Stadt Säulen aufzustellen, an denen die Menschen ihre Plakate anhängen konnten. Nach jahrelangen Verhandlungen erteilte der Berliner Polizeipräsident Karl Ludwig von Hinkeldey Litfaß am 5. Dezember 1854 die erste Genehmigung für seine „Annoncier-Säulen“. Er bekam von der Stadt Berlin ein bis 1865 gültiges Monopol für die Aufstellung seiner Säulen.

Dies geschah allerdings unter der Auflage, auch die neuesten Nachrichten zu publizieren. Im Jahre 1855 wurden die ersten 100 Litfaßsäulen in Berlin aufgestellt und dem Erfinder zu Ehren nach ihm benannt. Im Jahre 1865 wurden weitere 50 Säulen aufgestellt. Sowohl die Behörden als auch die Werbekunden erkannten schnell die Vorteile des neuen Werbemediums: Von staatlicher Seite war eine vorherige Zensur der Inhalte möglich. Werbekunden konnten sich darauf verlassen, dass ihre Plakate auch wirklich für die gesamte gemietete Zeit ohne Überklebungen zu sehen sein würden.“ (Quelle: Wikipedia. Litfaßsäule)

Die neuesten, tagesaktuellen Nachrichten erhalten Sie zwar heute nicht mehr über die Litfaßsäulen, sondern auf den Seiten Ihrer Gothaer Internetzeitung, aber der „Wildplakatierung“ wirken die liebenswerten dicken Zylinder auch heute noch entgegen. Übrigens gehörte die Aufstellung neuer Litfaßsäulen in Gotha mit zu den ersten Amtshandlungen von Knut Kreuch nach seiner Wahl zum OB, wie sich mein Kollege Klaus erinnert.

Bis bald!

Conny Schranz


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