Thüringen Philharmonie spielt zum Residenzstadtball 2012 in der Gothaer Stadthalle

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Die „Leichte Muse“ gehörte von je her schon zu den Steckenpferden und den Aushängeschildern der Thüringen Philharmonie Gotha und ihrer Vorläufer.

„Am 7. Februar 1952 spielte in der überfüllten Stadthalle das Landessinfonieorchester unter der Leitung von GMD Fritz Müller die schönsten Melodien von Johann Strauß“, heißt es in einem Bericht der Zeitung „Das Volk“ vom 14. Februar 1952. Oder nach einem ähnlichen Konzert in der „Lowa“-Gotha schrieb die Thüringische Landeszeitung am 19. Februar 1952: „Besonders gut gelangen von den Orchesternummern Léhars Walzer „Gold und Silber“ und Suppés unverwüstliche Ouvertüre „Dichter und Bauer“.

In den 1960-er Jahren gab es dann einen „Orchesterball im Karneval“, bei dem das damalige Staatliche Sinfonieorchester Thüringen, Sitz Gotha, in die zweimal ausverkaufte Stadthalle zu einem Faschingskonzert eingeladen hatte. Nach Liedern und Duetten aus Operetten und Musicals wurde „zu den Klängen der Friedensteiner und der Rios…bis weit in den neuen Tag getanzt, gesungen und gelacht“, schrieb die TLZ am 19. Februar 1969. Erich Händel, damals Posaunist im Orchester, erinnert sich noch heute daran, wie sich elf Blechbläser aus dem Orchester im Mai 1963 zu einem Konzert im Krankenhaus zusammenfanden und ab da als eben diese „Friedensteiner“ seit 1964 zu Tanzveranstaltungen auch des eigenen Orchesters auftraten.

Den Brauch der früheren Orchesterbälle will der jetzt erstmals stattfindende festliche Residenzstadtball unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Knut Kreuch aufgreifen und in veränderter Form, aber mit dieser leichtfüßigen Musik, fortführen. Bei fast allen Werken, die von der Thüringen Philharmonie unter der Leitung ihres Chefdirigenten Stefanos Tsialis gespielt werden, sind die Gäste unmittelbar zum Tanzen eingeladen.

Schon die eröffnende Polonaise soll die Ballbesucher auf das Parkett locken, sie geht nahtlos über in den Walzer „Gold und Silber“, der dem Ball auch das Motto gibt. Im Wechsel zum Klang des vollen Orchesters animiert dann die renommierte Matthias-Witt-Band mit moderneren Rhythmen und zeitlosen Chart-Hits bis weit in die Nacht hinein, so wie es früher schon üblich war.

Ein junger dynamischer Caterer schließlich sorgt rundum für das leibliche Wohl. Zum Begrüßungssekt gibt es kleine Häppchen und Spieße, das reichhaltige Büffet wird um eine Grillstrecke im Außenbereich ergänzt, und um Mitternacht schließlich erwartet die Ballbesucher ein herzhafter und süßer Mitternachtsimbiss.

In der allseits gerühmten Akustik der Stadthalle, einer der ältesten Konzert- und Festhallen Deutschlands, entfaltet die Einheit von ins Ohr gehender Musik und ansprechend dekoriertem Raum ihre ganz besondere Strahlkraft. Alle tanzenden und nicht tanzenden Musikfreunde dürfen sich auf eine Sommernacht freuen, die den Auftakt zu einer neuen Balltradition geben könnte. Die „Friedensteiner“ auf dem Foto spielten früher bei den Bällen des Gothaer Sinfonieorchesters in der Stadthalle zum Tanz auf. Erich Händel (rechts) organisierte die Auftritte dieser Bläsergruppe, die sich aus Musikern des Orchesters zusammensetzte. (von Horst Gröner)

Information:

Der Residenzstadtball 2012 findet mit der Thüringen Philharmonie Gotha am Samstag, den 30. Juni 2012 in der Gothaer Stadthalle statt. Einlass ist 18 Uhr, Beginn 19 Uhr.
Karten nur im Vorverkauf bei der Tourist-Information Gotha/Gothaer Land, Hauptmarkt 33, 99867 Gotha, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Saalplan und Bestellung auch unter www.proticket.de und www.ticketshop-thueringen.de.



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