Universität Jena und Gesellschaft Deutscher Chemiker veranstalten Festsymposium in Erinnerung an Johann Wolfgang Döbereiner

0
1265
Denkmal von J.W. Döbereiner am Sitz des Instituts für Anorganische und Analytische Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena Am Steiger, aufgenommen am 20.07.2010. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Er gilt als Wegbereiter des Periodensystems, er entdeckte die katalytische Wirkung des Platins und er entwickelte mit seinem Platin-Feuerzeug eines der ersten modernen Feuerzeuge: Die Rede ist von Johann Wolfgang Döbereiner (1780-1849) – einem bedeutenden deutschen Chemiker im 19. Jahrhundert und Professor für Chemie, Pharmazie und Technologie an der Universität Jena. 1816 – vor genau 200 Jahren – erhielt er sein erstes eigenes Labor und zog in das „Hellfeldsche Haus“ (heute: Neugasse 23). Dort hat er bis zu seinem Tod geforscht, gelehrt und mit seiner Familie gelebt.

 

Aus diesem Anlass würdigen am 7. und 8. September 2016 die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) das Lebenswerk und die Wirkungsstätte von Johann Wolfgang Döbereiner mit einem Symposium und einer Festveranstaltung. Wissenschaftler und ebenso die interessierte Öffentlichkeit sind hierzu herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung ist ab sofort bis zum 1. August möglich.

 

Am 7. September findet zunächst ein wissenschaftliches Symposium statt: Im Döbereiner-Hörsaal (Am Steiger 3) werden Chemiker aus ganz Deutschland mit Vorträgen rund um das Thema Katalyse zu Gast an der Jenaer Universität sein. Am 8. September folgt der Festakt in der Aula des Hauptgebäudes der Friedrich-Schiller-Universität (Fürstengraben 1). Höhepunkt ist die Enthüllung einer Gedenktafel am „Hellfeldschen Haus“ (Neugasse 23), welches damit offiziell als „Historische Stätte der Chemie“ ausgezeichnet wird. Direkt im Anschluss findet zudem die Eröffnung einer Sonderausstellung in der Mineralogischen Sammlung (Sellierstr. 6) statt, die bis zum 6. Oktober zu sehen sein wird. Die Schau veranschaulicht Döbereiners Forschungen mit Mineralen, etwa Schmelzversuche an Augiten und Hornblenden sowie seine Experimente mit dem strontiumhaltigen Mineral Coelestin.

 

Hintergrund:

Die Veranstaltung ist Teil des GDCh-Programms „Historische Stätten der Chemie“, mit dem die Gesellschaft seit 1999 Leistungen von geschichtlichem Rang in der Chemie würdigt und Wirkungsstätten bedeutender Wissenschaftler als Orte der Erinnerung auszeichnet. Das Hellfeldsche Haus ist die 16. „Historische Stätte der Chemie“. Heute hat in dem Gebäude die an der Universität Jena angesiedelte Exzellenzgraduiertenschule „Jena School für Microbial Communication“ ihren Sitz.

 

Das vollständige Programm und das Anmeldeformular sind zu finden unter:https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/GDCh/historische_staetten/jenafly.pdf

 

 

 

 

(Beitragsbild: Johann Wolfgang Döbereiner – hier das Denkmal vor dem nach ihm benannten Hörsaal – wird im September mit einem Symposium und einer Festveranstaltung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena geehrt. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU)

MSB Kommunikation