Große Aufregung bei Klein und Groß zum Gothaer Anfängerturnier. Ob Judoka, Trainer, Eltern und Verwandte, alle waren sie gespannt auf den ersten Judokampf. So kamen der achtjährigen Sophie aus Gotha im Vorfeld Zweifel an ihren Fähigkeiten und es brauchte einige Überredungskunst von Trainer und Eltern.
Verbeugung vor dem Gegner, dann auf das Kampfkommando „Hajime“ warten und einfach kämpfen so gut es geht war ihre Marschroute. Hört sich einfach an, wenn da nicht die Gegnerin wäre, die den gleichen Plan verfolgt. Sophie kämpfte sehr gut und fand die richtige Technik um ihre Gegnerin zu bezwingen.
Nach dem ersten gewonnen Kampf waren ihre Zweifel schnell und mit der gewonnenen Goldmedaille letztendlich zerstreut. Ihr Kampfgeist war sozusagen geweckt!
Coubertin sagte einst: „Das Wichtigste bei den Olympischen Spielen ist nicht zu Gewinnen, sondern daran teilzunehmen.“ Das galt auch für den Judonachwuchs zum Anfängerturnier, dabei sein, sich erst einmal trauen in einem Zweikampf auf der Tatami zu stehen, dass ist schon etwas Besonderes, egal ob man nun gewinnt oder verliert. Deshalb durften die Kleinen dann auch sehr Stolz auf die ihre Leistungen sein. Stolz präsentierte zum Beispiel Justin aus Friedrichroda seinem Trainer die gewonnene Bronzemedaille mit der Frage: „Darf ich die auch zum Training in die Schule mitbringen und den Anderen zeigen?“.
Mit 110 Teilnehmern konnte der gastgebende FSV Gotha einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen. Die Gothaer stellten mit 59 Teilnehmern den größten Kader. Neben dem PSV Mühlhausen, der SSG Wechmar, Einheit Arnstadt, PSV Eisenach, SV Ohrdruf und Bad Langensalza waren auch erstmals Judoka aus Leipzig angereist.
Der Kontakt zu den Leipzigern von Randori West kam durch einen Leipziger Judoka zustande, der derzeit in Gotha trainiert. Neben vielen Anfängern sah man aber auch schon einige routinierte Judoka, wie Tina Schuchhardt, Rene Stichling, Kevin Bakseev, William Menger, Andreas Schmick oder Alex Wirthwein auf der Matte, die allerdings mit ihrer nächsten Gürtelprüfung vielleicht schon das Anfängerlager verlassen werden.
Erfolge für „Neueinsteiger“
Emin Alekperzade und Tristan Jung vom FSV Gotha schafften auf Anhieb den Sieg in ihren Alters und Gewichtsklassen. Erst seit einigen Wochen dabei zeigten die kleinen Nachwuchsjudoka, dass in Zukunft mit ihnen zur rechnen ist. Für eine positive Entwicklung ist natürlich ein intensives Training erforderlich. Mit einem zweimaligen Training in der Woche lassen sich schon große Fortschritte erzielen. Bei den Großen darf es dann auch mehr sein. Vor allem der Kraft- und Technikteil ist dann zeitaufwendiger.
Für den Sanitäter von den Johannitern gab es auch dieses Mal keine Arbeit, das spricht für den Judosport. Kampfsport muss nicht automatisch brutal und gefährlich sein. Ganz im Gegenteil ,die Disziplin und Fairness im Judo ist beispielhaft.
Text und Fotos: Tejkl
Siegerehrung Tina Schuchhardt (FSV Gotha) bekommt von Horst Güth 5. Dan die Goldmedaille überreicht
Lennard Schmick 2. , Emin Alekperzade 1. , Jonas Kaiser3. auf dem Treppchen Emin hat erst vor wenigen Wochen mit Judo angefangen und zeigte bei seinem ersten Turnier, dass in ihm ein Kämpferherz schlummert
























