Verwirrung über Rückwärtsrolle

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Der Kreisverband der Jungen Union ist verwundert über die plötzliche Richtungsänderung der Gothaer Sozialdemokraten. Am Wochenende beschloss die SPD einen Antrag der Jungsozialisten, der die Abschaffung der Entgeltordnung für die Sportanlagen des Landkreises vorsieht. Dies obwohl die Entgeltordnung im Dezember 2012 unter anderem mit den Stimmen der SPD im Kreistag beschlossen wurde.

Die Dramatisierung in der Pressemitteilung der Jungsozialisten entspricht nicht im Ansatz der Realität. Nach der Entgeltordnung bleibt Training für die hiesigen Sportvereine weiterhin kostenfrei; Entgelte werden nur fällig für Wettkämpfe im Erwachsenenbereich oder bei Nutzung durch kreisfremde Vereine bzw. im Profisport. Für die Nachwuchsarbeit ist alles frei, sowohl Training als auch Wettkämpfe.

JU-Kreischef Felix Elflein betont: „Unser Landkreis hält insgesamt 30 Schulsporthallen vor – die allesamt auch den Vereinen zur Nutzung offenstehen. Die Hälfte der Sporthallen ist entweder neu gebaut worden oder aber neuwertig saniert. Daran lässt sich erkennen, welcher Stellenwert der Sportförderung hierzulande beigemessen wird.“

Im Übrigen hat die Nutzungsgebühr für Erwachsenen-Wettkämpfe bislang weder Auflösungen von Vereinen nach sich gezogen noch die Belegung der Hallen dahingehend geändert. Ansinnen der Entgeltordnung war letztlich, die Vereine zumindest symbolisch an den erheblichen Bewirtschaftungskosten der Hallen zu beteiligen.

Der Antrag der Jusos ist somit eher als Schaufensterpolitik zu werten und würde für die Kreis-SPD angesichts des Abstimmungsverhaltens eine Rolle rückwärts bedeuten.

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