Von der Nummer zum wichtigen Bestandteil der Universität Jena

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Jena (AB) „Es ist Ihr Tag, liebe Erstsemester“, sagte der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), Prof. Dr. Walter Rosenthal, bei der heutigen (27.10.) Feierlichen Immatrikulation der Matrikel 2016/17 im gut gefüllten Jenaer Volkshaus. Auch wenn den über 4.900 Erstsemestern bei ihrer Einschreibung zunächst nur eine Nummer, die Matrikelnummer der Universität beschert worden sei, bedeute dies mehr als einen Verwaltungsakt: „Ihre Matrikelnummer eröffnet Ihnen Freiheiten, ja, sie ist Ihre Eintrittskarte in die Welt der universitären Freiheiten“, betonte der Präsident. „Schätzen Sie diese Freiheiten nicht gering, auch wenn sie Ihnen oft anstrengend und zunächst auch verwirrend erscheinen werden.“ Von diesen Freiheiten Gebrauch zu machen, forderte neben dem Präsidenten auch Silvia Kunz vom Studierendenrat die neuen Uni-Angehörigen auf. „Die Universität ist nur dann ein lebendiger und anregender Ort, der in Stadt und Land ausstrahlt, wenn Sie teilnehmen, mitwirken und Ihre Fragen und Ideen einbringen“, hatte bereits der Präsident die Studierenden aufgefordert und den Erstsemestern klargemacht: „Die Universität – das sind ab heute auch Sie.“

Persönliche Impressionen und einige Ratschläge zu Universität, Studium und Wirtschaft bot der Bioinformatiker Prof. Dr. Sebastian Böcker in seinem Festvortrag über „Butterblumen oder Geldwechselprobleme? Bioinformatik zwischen Universität und Unternehmen“ an. Im Anschluss überreichten der Präsident und die Studien-Dezernentin Prof. Dr. Eva Schmitt-Rodermund je einem Studienanfänger aus jeder Fakultät – stellvertretend für alle – einen „Bürgerbrief“ als Symbol für die Aufnahme an die Universität Jena.

Erfolgreiche Studierende ausgezeichnet

Dann standen junge Menschen im Mittelpunkt, die bereits vor einigen Jahren in die Gemeinschaft der FSU aufgenommen worden sind und ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Wie jedes Jahr zeichnete die Universitätsleitung die besten Absolventinnen und Absolventen des vorangegangenen Studienjahres aus. Die Examenspreise – dotiert mit je 250 Euro, gestiftet von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Friedrich-Schiller-Universität Jena – erhielten: Karoline Wolfram (Theologische Fakultät), Jakob Horn (Rechtswissenschaftliche Fakultät), Felix Weidinger (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), Jessica Helbig (Philosophische Fakultät), Janos Schwab (Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften), Melchior Wirth (Fakultät für Mathematik und Informatik), René Glaser (Physikalisch-Astronomische Fakultät), Robby Fritzsch (Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät), Erik Romp (Biologisch-Pharmazeutische Fakultät) und Bettina Buckwitz (Medizinische Fakultät). Der Preis für das beste Lehramtsexamen ging an Juliane Witteck von der Philosophischen Fakultät. Sie erhält ebenfalls 250 Euro.

Der syrische Medizinstudent Ghadir Douba empfing den vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gestifteten und mit 1.000 Euro dotierten Preis für einen ausländischen Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Douba engagiert sich seit mehreren Semestern für die fachliche Integration ausländischer Studierender: Er bietet ein Fachtutorium in Anatomie an und hilft Studienanfängern beim Erlernen der Fachsprache. Außerdem nutzte Ghadir Douba seine Sprach- und Fachkenntnisse, um Migranten aus seinem Heimatland zu betreuen.

Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung von der Akademischen Orchestervereinigung unter Leitung von Sebastian Krahnert sowie dem Studentenchor unter Leitung von Fabian Pasewald und Beate Bachmann.

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