Wertvolle Fahne an die Stiftung Schloss Friedenstein übergeben

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Die „Städtische Fortbildungsschule zu Gotha“ wurde am 30. April 1891 in der Aula der Gotthardschule feierlich eröffnet. Laut Bürgermeister Otto Liebetrau wurde damit eine Lücke im Schulwesen der Stadt Gotha geschlossen. Sie wurde anfangs von Carl Jakob, dem Direktor der Freischule, geleitet. Ihm folgte 1892 Professor Dr. Edmund Wilk (1856-1926) und 1896 Direktor Jacob Schäffer (1846-1919), der die Fortbildungsschule seit 1901 im Hauptamt leitete. Sein Nachfolger wurde 1914 Richard Pfestorf.

 

Sechs Lehrer kümmerten sich anfangs um die zunächst 222 Schüler. Die Fortbildungsschule schloss sich an die Volksschule an und strebte „nur eine praktische Bildung an, um das Volk für den Weltmarkt konkurrenzfähig zu machen“. Der Unterricht sollte neben Zeichnen und Buchführung später auch gewisse Handwerksdisziplinen beinhalten.

 

Zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Städtischen Fortbildungsschule lud der Schulvorstand für die Volksschule für den 26. März 1916 vormittags 11 Uhr und abends 7 Uhr „unsre Mitbürger freundlichst“ in den Festsaal der Arnoldischule ein. Zu diesem Jubiläum wurde eine Fahne angefertigt, die wie durch ein Wunder die Zeiten überdauert hat und nun von Oberbürgermeister Knut Kreuch für das Historische Museum erworben werden konnte.

 

Aus der Fortbildungsschule entwickelte sich später die Berufsschule. So wurde am 1. April 1921 die Mädchenberufsschule in der vormaligen Frauenfortbildungsschule in der Emminghausstraße 13 und am 1. Juli 1928 die Gewerbliche Knaben-Berufsschule in der ehemaligen „Karl-Schäfer-Stiftung“ in der Schäferstraße 10 eröffnet.

 

(Das Beitragsbild ist von Lutz Ebhardt)

 

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