„Wir haben nicht das Recht, ein US-Wahlergebnis zu verurteilen“

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Die Bürger der USA haben nach einem harten und zähen Wahlkampf einen neuen Präsidenten gewählt. Warum das Ergebnis nun in weiten Kreisen Deutschlands Politiker scheinbar pauschal verurteilt wird, ist für den FDP-Ortsvorsitzenden aus Waltershausen, Christian Döbel, unfair und nicht nachvollziehbar. „So, wie die Amerikaner unsere Wahlergebnisse respektieren, sollten auch wir uns möglichst zurückhalten, Ergebnisse aus anderen Ländern zu verurteilen“, fordert Döbel. Seiner Meinung nach werden die USA natürlich weiterhin ein starker Handels- und Sicherheitspartner für Deutschland sein. „Doch auch Europa muss endlich aufwachen und in Kernfeldern als Ganzes auftreten anstatt ständig über regionale Unterschiede zu diskutieren. Sonst sind wir in einer Generation nur noch eine Fußnote der Weltpolitik“, befürchtet Döbel. „Ich erinnere an die Mahnungen von Altkanzler Helmut Schmidt, dass die ‚westliche Arroganz‘ mancher Spitzenpolitiker in Deutschland scheinbar noch immer den Blick auf das Wesentliche verstellt, allem die unserer Regierungsparteien.“ „Seit meiner Zeit in den USA habe ich sehr großen Respekt vor den Amerikanern. Sie respektieren unsere Gewohnheiten, auch wenn ihnen nicht alle gefallen, und so sollten wir uns auch zurückhalten mit Vorurteilen.“ Letztendlich war dieser Wahlkampf für Döbel eine Auseinandersetzung zwischen einem antimedialen und freiheitlichen System Trump und einem professionellen System Clinton. Auch für die Bundestagswahl 2017 sieht Döbel bereits Ansätze einer ähnlichen Auseinandersetzung und wünscht sich, dass die Parteien nun ihre Lehren daraus ziehen. Zurzeit jedoch beobachtet er den gegenteiligen Trend, und zwar, dass die Politiker die Bürger immer mehr maßregeln und in ihrer Freiheit einschränken.

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