Was die Stadtwerke Gotha in der Fichtestraße bauen ließen

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Foto: Lutz Ebhardt

Gotha (red/dh, 20. Dezember). Seit heute fließt der Verkehr zwischen Gotha und Erfurt wieder wie gewohnt, denn die Baustelle mit Vollsperrung der Fichtestraße ist nach rund achtmonatiger Bauzeit abgeschlossen.

An der Baumaßnahme waren die Stadtwerke Gotha beteiligt. Die Stadtwerke Gotha Netz verstärkten das Stromnetz und erneuerten die Gasleitungen. Rund 5,7 Kilometer Rohre und Leitungen hatte der Versorger und Netzbetreiber in der Fichtestraße verlegt. Zur feierlichen Freigabe trafen sich Knut Kreuch, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Gotha, Dirk Gabriel, Geschäftsführer der Stadtwerke Gotha GmbH, Detlef Mölter, Geschäftsführer der Stadtwerke Gotha Netz GmbH, sowie Auftraggebervertreterinnen und -vertreter des Wasser- und Abwasserzweckverbands Gotha, der Landkreisgemeinden und des Thüringer Landesamts für Bau und Verkehr.

Fernwärme für Siebleben
Eine der zentralen Maßnahmen der Stadtwerke Gotha war die Zusammenführung des Fernwärmenetzes der Innenstadt und Siebleben. „Mit dem Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme in Gotha leisten wir einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wärmewende“, erläutert Dirk Gabriel. Er ergänzt: „Mit der Fichtestraße haben wir nun den letzten Abschnitt für die Verbindung der Netze und für die Umstrukturierung der Erzeugung in Siebleben geschaffen.“ Die Fernwärmetrasse von der Innenstadt verläuft über die Friedrichstraße, Mozartstraße sowie die Stielerstraße. Auf 450 Meter Fernwärmetrasse haben die Stadtwerke für den Ausbau des Fernwärmenetzes in der Fichtestraße 900 Meter Rohrleitungen verlegt. In 2023 wird das Siebleber Netz mit dem Innenstadtnetz über eine Netzkoppelstation im Heizkraftwerk Siebleben miteinander verbunden. Eine Anlage zur innovativen Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK) wird dann 2023 geplant und 2024 in Siebleben gebaut. Diese Technik ermöglicht eine besonders energieeffiziente Wärmeversorgung vieler Haushalte, weshalb der Bund die neue Anlage finanziell unterstützt. Ein großer Anteil an regenerativen Energien wird über eine Luft-Wärme-Pumpe CO2-neutral erzeugt.

Stromnetz und Gasnetz fit für die Zukunft
Für die Netzverstärkung im Strombereich haben die Stadtwerke Gotha Netz im Rahmen der Baumaßnahme etwa 4.000 Meter Stromversorgungskabel (Mittelspannungskabel, Niederspannungskabel und Fernmeldekabel) verlegt. Der kommunale Versorger erneuert und wartet im Rahmen seiner Netzinstandhaltungsstrategie regelmäßig die Strom- und Gasleitungen der Stadt und maximiert damit die Versorgungssicherheit. Auch mehrere Leerrohre haben die Stadtwerke Gotha Netz in der Fichtestraße verlegt: „Damit haben wir das Stromnetz fit gemacht für die nächsten Jahrzehnte. Die Leerrohre sind für die spätere Aufnahme von Lichtwellenleitern zur Netzsteuerung vorgesehen. Mit ihnen können wir das Netz auch zukünftig stärken, ohne die Fahrbahn erneut aufbrechen zu müssen“, erklärt Geschäftsführer Detlef Mölter. Er führt aus: „Jetzt ist das Stromnetz optimal auf steigende Bedarfe vorbereitet, zum Beispiel durch die Zunahme an Elektrofahrzeugen.“

Für die Erdgasversorgung erneuerte der Netzbetreiber 800 Meter Niederdruck- und Mitteldruckleitungen und sieben Hausanschlüsse. „Nach 50 Jahren Dienstzeit dürfen die alten Gasleitungen in den verdienten Ruhestand gehen“, sagt Detlef Mölter mit einem Augenzwinkern. Er schließt: „Die neuen PVC-Leitungen erhöhen die Versorgungssicherheit, da sie sehr langlebig sind.“

 

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