Was Gothas OB dem Stadtrat berichtete

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Gothas Rathaus von oben. Foto: Stadtverwaltung Gotha

Gotha (red/mm, 12. November). Wie gewohnt, hat Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) auf der gestrigen Stadtratssitzung dem Plenum seinen Informationsbericht erstattet.

Da hieß es unter anderem unter der Überschrft „Lebendige Innenstadt“
„Am 26. November 2020 werden wir die offizielle Eröffnung des „Altstadt-Forums“ vornehmen können, wie die Investorengruppe Saller ihr Bauprojekt genannt hat. Ein sehr langer Prozess von Entscheidungen – über 10 Jahre – ist dem Vorhaben vorangegangen, ein Zeitraum, der in der heutigen Zeit medialer Informationsschnelligkeit gar nicht mehr vermittelbar ist. Wir freuen uns, dass das Angebot der Gothaer Innenstadthändler eine Erweiterung findet. Es wird sicherlich auch Verlagerungen geben, dafür werden an den alten Standorten neue Ansiedelungen erfolgen. Nach 12 Jahren Leerstand konnte am unteren Hauptmarkt im KAVALIER ein „Blumenkavalier“ einziehen, nach dem Weggang der Parfümerie in der Markstraße hat „VIBA“ das lange gesuchte größere Ladengeschäft gefunden, die urige Kneipe „Nr. 4“ in der Waltershäuserstraße hat einen neuen Wirt gefunden und hofft, dass sie bald wieder öffnen kann und auch am Buttermarkt gibt es großes Interesse eine gastronomische Fläche nach zu nutzen. Eine Weinhandlung ist neu in der Hünersdorfstraße und die traditionellen Händler kämpfen mit tollen Angeboten um jeden Kunden. Es liegt auch an uns!“

Zum Thema Friedrichstraße in Gotha sagt der OB:
„Die Bauarbeiten in der Friedrichstraße sind leider um einen Monat im Bauverzug, weil die Fernwärme Montageschwierigkeiten hatte und die Hauswand des ehemaligen Klubs der Kulturschaffenden aufwendig vor Einsturz gesichert werden musste. Gleisbau inclusive Fahrleitung, Kanalbau, Fernwärmeverlegung, Gasleitung und Trinkwassersystem sind eingebaut und abgeschlossen. Die Straßenbahn soll ab 28.11.2020 wieder fahren. Im westlichen Gehweg sind alle Leitungen in der Erde und der Ausbau ist in Vorbereitung, der östliche Gehweg folgt nächstes Jahr. Es bleibt bei einer Vollsperrung, wir suchen aber nach Lösungen für die Anwohner, um die in Gotha gekauften größeren Einkäufe auch sicher ins Haus zu bringen.“

Über Pläne der Landesregierung, die Gothaer Stiftung in eine neuzugründende Stiftung in Rudolstadt einzubringen, äußerte er sich so:
„Das ist der falsche Weg und jeder Stadtrat muss sich auch dazu positionieren, ob wir das, was uns ausmacht, dass was uns unverwechselbar werden lässt, was unsere Identität darstellt, an den Rand des Freistaates verschieben und unserem Gestaltungswillen entziehen, weil man uns finanziell in die Knie zwingt.
Gotha ist es wert, als eigenständige Institution betrachtet zu werden. Gotha hat das Potential neben Weimar zum Leuchtturm entwickelt zu werden. Wir haben dafür mit den geheimen Verhandlungen im Bund seit 2011 90 Millionen Euro Förderung für Herzogliches Museum, PERTHESFORUM und Schloss Friedenstein organisiert. Jetzt läuft das Digitalisierungsprojekt, was mehr als 20 Millionen Euro umfassen wird.
Gothas Kunstschätze müssen neu gedacht werden, sie sind in ihrer Einheit mit der Bibliothek ein Universal-Museum von Weltrang mit höchstem wissenschaftlichem Potential.
Wir brauchen deshalb Partner, die Mut haben wie wir!“

Der vollständige Wortlaut des Berichts zum Nachlasen (PDF, 4 Seiten)

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