Christian Döbel fordert Öffnung aller Schulen ab 11. Januar mit Digitalkonzept

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 Der Kreisvorsitzende der Gothaer Liberalen, Christian Döbel, fordert die Öffnung aller Schulen im Freistaat Thüringen ab dem 11. Januar für alle Klassenstufen mit Hilfe eines wirklich tragfähigen Digitalkonzeptes. Das erklärte der Chef des FDP-Kreisverbandes heute in einer Pressemitteilung. Darin heißt es:

„Für mich widersprechen sich Schulbildung und Pandemiebekämpfung überhaupt nicht, so wie es der Bildungsminister Holter und die Gesundheitsministerin Werner gern darstellen“, so der Professor für Automatisierungstechnik. „An unserer Hochschule haben wir seit dem Frühjahr an einem Digitalkonzept gearbeitet, das nun sehr gut funktioniert. Dabei sitzen einige Studenten im Wechsel während der Vorlesung im Raum, während der Rest gleichzeitig von zu Hause aus mitarbeitet“, lobt der Professor das Konzept der Dualen Hochschule Gera-Eisenach. Dieses bewährt sich aus seiner Erfahrung heraus bereits seit dem ersten Lockdown sehr gut und ist mit wenig Anpassungen und sehr überschaubarem Geldaufwand auf sämtliche Schulen im Freistaat übertragbar. 

„In einigen Gesprächen habe ich seit Mai diese sog. „Full-Fifty-Variante“ vorstellen wollen“, kritisiert der Ingenieur, der auch im Gothaer Kreistag sitzt, das mangelnde Interesse der Schulträger. Aus seiner Sicht warten die hiesigen Schulträger viel zu oft auf Anweisungen von oben als selbst kreativ zu werden. „Schulen monatelang zu schließen statt Lüftungssysteme und digital unterstützten Präsenzunterricht kann nicht die Devise sein!“ 

Als Hochschullehrer weiß er um die massive Mehrarbeit für Lehrer und Schulleiter im derzeitigen Modus. „Die Lehrer unserer Töchter sind wirklich sehr engagiert, das ist bemerkenswert. Trotzdem kann das derzeitige System den Präsenzunterricht nicht ersetzen.“ Und auch das zeitweise Versagen der Thüringer Schulcloud kann Döbel nicht nachvollziehen, da in der Wirtschaft seit Jahrzehnten leistungsfähige Systeme eingesetzt werden. Dabei gibt es Möglichkeiten, diese mit dem Datenschutz zu vereinbaren. „Vielleicht sollten die Entscheider auch mal dort nachfragen, wo es funktioniert.“ 

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1 KOMMENTAR

  1. Leute wie Professor Döbel erkennen das Dilemma. In seinem Heimatort wird seit Jahrhehnten die Jugendarbeit vernachlässigt. Die Ergebnisse sind unübersehbar!

    2020 hat in Thüringen wieder welchem Dilemma wir stecken!

    Es stellt sich mir ernsthaft die Frage, wen man im April guten Gewissens wählen kann.

    Leute, wie Döbel brauchen mehr Gehör! Er ist einer der wenigen Leuchttürme seiner Partei. Leider werden eher die gehört, die am lautesten sind. Bedauerlicherweise fehlt es den Mächtigen zu oft an Geist und den Geistreichen meist an Macht!

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