Der FF USV Jena zu Gast beim SC Sand

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„Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Für uns ist jedes Spiel Abstiegskampf pur.“, so analysiert Cheftrainerin Katja Greulich die derzeitige Lage des FF USV Jena. Ihre Mannschaft ist am Sonntag um 11 Uhr beim SC Sand zu Gast. Auf der Pressekonferenz nach dem Hoffenheim-Spiel am vergangenen Wochenende versprach sie, dass sie und ihr Team nicht aufgeben werden.

Der FF USV muss mutig in die nächsten Spiele gehen, den Kampf annehmen. Immer noch steht den Thüringerinnen nur ein Punkt aus acht Partien zubuche, fünf Punkte trennen sie vom ersten Nichtabstiegsplatz. In Südbaden steht dem Team aus der Saalestadt nun die nächste Härteprüfung bevor. Ein Erfolgserlebnis gegen den Pokalfinalisten der letzten zwei Jahre wäre enorm hilfreich, um in der Tabelle nicht den Anschluss zu verlieren, doch auch – und vor allem – für das eigene Selbstvertrauen.

Der SC Sand ist akzeptabel in die Saison gestartet. Mit zehn Punkten befindet man sich gegenwärtig auf Rang acht und liegt im Soll. Drei Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber, welche jedoch vornehmlich gegen die vermeintlichen Spitzenmannschaften eingefahren wurden. Auf der anderen Seite erfüllte das Team aus dem Ortenaukreis seine Pflichtaufgaben gegen direkte Konkurrenten. Den größten Coup landete der SC Sand allerdings am vergangenen Spieltag. Beim 2:2 gegen den Sportclub aus Freiburg gelang es den Sanderinnen gleich zweimal in Führung zu gehen. „Der SC Sand hat sich durch das vergangene erfolgreich gestaltete Spiel, als welches ein Unentschieden gegen den amtierenden Tabellenführer gewertet werden kann, Selbstvertrauen geholt.“, so Katja Greulich, dem gelte es mit einer engagierten Leistung entgegenzutreten.

Der SC Sand kann nicht unbedingt als „Lieblingsgegner“ der Jenaerinnen in der Allianz Frauen-Bundesliga bezeichnet werden. Seit dem Aufstieg der Badenerinnen gelang es dem FF USV nur zweimal, den Sieg für sich zu behaupten. In beiden Fällen siegten die Universitätsstädterinnen dabei im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld. Ein Sieg am kommenden Sonntag im Sander Orsay-Stadion wäre also eine Jenaer Prämiere.

Entscheidend wird sein, ob es der FF USV Jena am Sonntag schafft, wieder besser in die Zweikämpfe zu kommen, die Defensive kompakt zu halten und eigene Torchancen zu nutzen. Weiterhin verzichten müssen, wird das Trainerteam dabei wohl auf Annalena Rieke. Die junge Stürmerin, die sich als eine von bislang nur drei Spielerinnen für die Blau-Weißen in die Torschützinnenliste eintragen konnte, laboriert derzeit an Rückenproblemen. Unter anderem mit Annika Graser, Luca Graf oder aber Anna-Lena Riedel stehen allerdings weitere junge Talente im Kader, die das von Cheftrainerin Greulich geschenkte Vertrauen derzeit mit Einsatz und Kampf auf dem Platz zurückzahlen, Qualitäten, die für die bevorstehenden Spiele im Abstiegskampf unabdingbar sein werden.

Wer mit dem Rücken zur Wand steht, der kann nur nach vorne gehen. „Wir wissen, dass jedes Spiel für uns das wichtigste werden kann.“, erklärte Katja Greulich nach der Partie gegen die TSG Hoffenheim. Dieses Bewusstsein gilt es nun auch mit in das anspruchsvolle Auswärtsspiel nach Sand mitzunehmen.

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