Gothaer Bus-Streit: Kellner fordert Szpöt-Entlassung; Gießmann erteilt dem eine klare Absage!

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Zum Wochenende forderte der Gothaer CDU-Kreisvorsitzende Jörg Kellner die Entlassung des RVG-Geschäftsführers Uwe Szpöt. Aus dem Gothaer Landratsamt kam sofort eine klare Absage.

In einer Pressemitteilung schreibt der CDU-Kreisvorsitzende Jörg Kellner: „Die Gerichtsentscheidung der Vergabekammer am Landgericht Erfurt diesen Montag brachte nicht nur Wände zu wackeln, sondern droht sogar, dass ganze Haus einzustürzen. Daher muss nun umgehend gehandelt werden.“

Dabei seien nach Kellners Dafürhalten mehrere Schritte nun zu tätigen. „Mit dem gestellten Insolvenzantrag hat der Geschäftsführer der RVG, Herr Szpöt, bewiesen, dass er nicht in der Lage ist, die Geschäfte der Verkehrsgemeinschaft angemessen zu führen. Daher fordere ich den Landrat, Herrn Gießmann, auf, den Geschäftsführer unverzüglich von seinen Aufgaben zu entbinden“, macht Kellner seine erste Forderung auf.

Kellners Begründung: „Die Kernaufgabe eines Geschäftsführers besteht in der Verwirklichung der Gesellschaftsziele. Als Unternehmen, das durch die öffentliche Hand kofinanziert wird, ergibt sich eine besondere Verpflichtung zum sorgsamen Umgang mit den eingesetzten Mitteln, wie die RVG auf ihrer Internetpräsenz selbst angibt. Die beantragte Insolvenz zeigt deutlich, dass von einem sorgsamen Umgang keine Rede sein kann.

Um diese missliche Lage nicht weiter auszudehnen, richtet Kellner daher auch seinen zweiten Appell an den Landrat: „Durch die Vergabekammer wurde die Ausschreibung der RVG zum neuen Jahr als rechtswidrig angesehen. Es obliegt nun dem Landrat als Aufsichtsratsvorsitzender der RVG, den Doppelverkehr zu beenden!“ Sollte der Landrat diesem Anliegen nicht folgen, so ist für Kellner klar, dass der Kreistag die entsprechenden Beschlüsse fassen müsse.

Aus dem Gothaer Landratsamt kam nach der Forderung von Jörg Kellner prompt eine Reaktion: Dabei erteilte Landrat Konrad Gießmann per Pressemitteilung der erhobenen Forderung des Kreistagsmitglieds Jörg Kellner nach einer sofortigen Entbindung des RVG-Geschäftsführers Uwe Szpöt von dessen Aufgaben eine klare Absage. „Uwe Szpöt handelt verantwortungsbewusst und mit Augenmaß – vor allem in der jetzigen Situation“, sagt Gießmann. Es bestehe keinerlei Veranlassung, ihn abzulösen. Vielmehr habe Szpöt schnell reagiert und seine gesamte Energie dafür eingesetzt, die RVG vor tatsächlichem Schaden zu bewahren.

An Kellner gerichtet führt Gießmann aus: „Die Situation ist komplex und aus der Ferne sicher schwer zu bewerten. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass sich Herr Kellner umfassend aus erster Hand informiert und die aktuelle Lage von allen Seiten betrachtet, anstatt auf Basis von Allgemeinplätzen einseitige Forderungen aufzumachen“, so Gießmann.

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1 KOMMENTAR

  1. Erschreckend, das ist Originalton RA Kupfrian, Unternehmer Steinbrück und PR Jäger aus der letzten Pressekonferenz vom 28.03.2017 im OAF-TV
    Jörg Kellner, merken Sie überhaupt wie sie manipuliert werden. Kann man sie auch nicht mehr wählen!

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