Katholische Kirchgemeinde hat bald eine „Bienenweide“

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Eine Honigbiene auf einer Krausen Ringdiestel. Foto: Ivar Leidus/Wikipedia

Gotha (red, 8. März). Das Projekt „Bienenfreundliche Stadt Gotha“ wird nun auch von der Katholischen Kirchgemeinde unterstützt. Das war 2019 mit breiter Mehrheit durch den Stadtrat auf Antrag der Grünen beschlossen worden.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Katholischen Kirchgemeinde einen weiteren wichtigen Unterstützer gewonnen zu haben, der nun das Projekt mit dem Anlegen einer Insektenweide nahe der benachbarten Kita ,Spatennest‘ auch in der Gothaer Innenstadt erleb- und wahrnehmbar macht“, erklärt Albrecht Loth, Grünes Stadtratsmitglied und Sprecher des Kreisverbands Bündnis 90/Die Grünen Gotha.

Den Anlass für den Antrag „Bienenfreundliche Stadt“ gab der durch massiven Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und die menschgemachte Klimakrise versursachte dramatische Rückgang der Fluginsekten – (Wild-)Bienen, Schmetterlinge etc. – in den letzten Jahren, der in manchen Regionen mittlerweile bis zu 80 Prozent beträgt.

Um den in diesem Ausmaß nie gekannten Rückgang der Insektenfauna zu stoppen, der nicht nur aus Sicht des Natur- und Artenschutzes verheerend ist, sondern perspektivisch auch die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft zu gefährden droht, ist auch die kommunale Ebene gefordert, aktiv zu werden.

Eine weitere Forderung des Antrags – das Reduzieren der Mahd städtischer Grünflächen auf das Notwendigste im Rahmen der damit verbundenen Nutzungen – hat die Stadtverwaltung ebenfalls durch ein entsprechendes Nutzungskonzept auf den Weg gebracht. „Wir hoffen daher, dass diese Initiative, die von der Stadt Gotha und dem Garten-, Park- und Friedhofsamt aktiv vorangetrieben wird, zum Vorbild für andere Kommunen im Kreis Gotha wird und zahlreiche Nachahmer findet“, wünscht sich Loth, der zugleich Kreistagsmitglied ist und ergänzt: „Auch auf Kreisebene hat die Kreistagsfraktion der Grünen im vergangenen Jahr einen ähnlichen Antrag initiiert, auf dessen Grundlage die Kreisverwaltung nun prüft, auf welchen Flächen in Trägerschaft des Kreises Blühflächen angelegt werden können. Wir sind daher optimistisch, dass auch der Landkreis perspektivisch im Rahmen seiner durchaus vorhandenen Möglichkeiten Zeichen für mehr Insektenfreundlichkeit setzen wird.“

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