„Keine Verzögerungen bei den Ermittlungen wegen Bränden in Objekten der rechten Szene“

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Eine Brandserie gegen Objekte der rechten Szene beschäftigt das Innenministerium. Symbolbild: Pixabay

Erfurt/Gotha (red, 12. Juni). Der Thüringer Minister für Inneres und Kommunales, Georg Maier, hat sich zu den Ermittlungen in der Brandserie gegen Objekte der rechten Szene geäußert. Medien hatten kritisiert, dass es zu lange gedauert habe, bis die Politik die Tragweite der Anschlagsserie erkannt und die Ermittlungen konzentriert habe: „Das ist eine haltlose Unterstellung“, sagte Georg Maier.

Laut Thüringer Innenminister wurde jeder einzelne Brand, zu welchem die sogenannte „Besondere Aufbauorganisation“ (BAO) „Fokus“ Ermittlungen führt, im ersten Schritt durch die jeweils zuständige Kriminalpolizeiinspektion bearbeitet. Das bedeutet, dass dort die Spurensuche, die Spurensicherung, die Zeugenvernehmungen, die Ermittlungen am Tatort sowie die Brandursachen-Ermittlungen durchgeführt werden. Bereits in dieser Phase der Ermittlungen wurden bei den Kriminalpolizeiinspektionen BAO gegründet.

Diese ersten Ermittlungen bilden das Gerüst für die spätere Zusammenlegung der Ermittlungen und Auswertungen. Die zuständige Kriminalpolizeiinspektion verbindet in dieser Phase am besten die Erkenntnisse aus dem Tatort, der Tatzeit, dem Modus Operandi und ggf. den Fahndungselementen.

In dieser Phase ist ein Wechsel der Bearbeitungszuständigkeit eher kontraproduktiv, da zusätzliche Schnittstellen entstehen und es zu unnötigem Zeitverlust bei den Ermittlungen führt. Eine Prüfung des möglichen Tatmotivs, auch einer politisch motivierten Tat, wird von Anfang geprüft. Das Landeskriminalamt wurde in dieser frühen Phase bereits einbezogen.

Seit Ende 2020/Anfang 2021 häuften sich in Thüringen die Straftaten zum Nachteil von Personen und Objekten der rechten Szene. Als Reaktion darauf wurden beim Landeskriminalamt Thüringen die Bereiche Auswertung, Spuren und Ermittlungen sensibilisiert und koordiniert. Die Informationen und die übermittelten Ergebnisse der Auswertung des ersten Angriffs an das TLKA zeigten, dass landesweit zentral koordinierte Ermittlungen notwendig sind. In der weiteren Folge wurde die BAO „Fokus“ gegründet. Diese wuchs entsprechend den Erfordernissen personell, materiell, technisch und räumlich sukzessive auf.

„Hier kann kein Zeitverzug festgestellt werden. Die Ermittlungen wurden zu jedem Zeitpunkt zielgerichtet weitergeführt. Dieses Stufenverfahren bis hin zur Gründung der BAO ‚Fokus‘ ist aus kriminalpolizeilicher Sicht fachlich geboten und absolut notwendig“, so Georg Maier abschließend.

H&H Makler

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