Schülerinnen aus Nessetal gewinnen Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

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Die 16-jährigen Schüllerinnen Klara Drescher und Juliane Riedel aus der Landgemeinde Nessetal im Landkreis Gotha gewinnen den "bunt statt blau"-Landeswettbewerb in Thüringen / Foto: DAK-Gesundheit

DAK-Kampagne „bunt statt blau“ gegen das Rauschtrinken mit bundesweit über 7.000 jungen Teilnehmenden

Gotha (red, 25. Mai). „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit über 7.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Komasaufen bei Jugendlichen.

In Thüringen kommt das beste Plakat von Klara Drescher und Juliane Riedel aus der Landgemeinde Nessetal im Landkreis Gotha. Die Schülerinnen setzten sich gegen 130 Teilnehmende im Freistaat durch und wurden jetzt zusammen mit den anderen Landessiegerinnen in Erfurt geehrt. In Thüringen unterstützt Sozialministerin Heike Werner die Aktion als Schirmherrin.

Ihr Siegerplakat und die Idee dahinter beschrieben Klara Drescher und Juliane Riedel so: „Zu viele saufen sich sorglos ins Koma und verlieren jeglichen Sinn für die Realität. Durch Alkohol werden nicht nur Körper und Psyche beeinträchtigt. Oft begeht man in solch einem Zustand auch schwere Fehler. Wenn sich deshalb Angehörige von einem abwenden, wird es noch schwerer, wieder ins normale Leben zurückzukommen. Daher ist die frühzeitige Aufklärung über Rauschkonsum sehr wichtig. Mit unserem Plakat wollen wir junge Leute zu einem risikobewussten Umgang sensibilisieren.“ Mit der beeindruckenden Arbeit gewannen die 16-Jährigen den Hauptpreis von 300 Euro.

Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, erklärte: „Kampagnen wie ‚bunt statt blau‘ tragen einen wichtigen Teil zur Aufklärung unter Jugendlichen bei. Durch die vielfältigen Beiträge aller Schülerinnen und Schüler wird die Kampagne lebendig. Die Teilnehmenden haben sich einzeln, im Team oder im Klassenverbund intensiv mit dem Thema Alkoholkonsum auseinandergesetzt und die Diskussion jeweils in ihrer Schule angestoßen. Mit ihrer Kunst zeigen alle eingereichten Beiträge dem Rauschtrinken die ‚bunte‘ Karte. Mein ganz großer Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und herzlichen Glückwunsch den Gewinnerinnen Klara und Juliane!“

„Klara und Juliane haben diesen Wettbewerb mit einem besonderen Bild für sich entschieden“, lobt Marcus Kaiser, Leiter der DAK-Landesvertretung Thüringen. „Auch insgesamt ist es schön zu sehen, wie viele Kinder und Jugendliche sich wieder mit dem wichtigen Thema Alkoholmissbrauch auseinandergesetzt und kreative Plakate gestaltet haben.“

Der zweite Platz im Landeswettbewerb ging an Moritz Schlechtweg (17) aus Seisla im Saale-Orla-Kreis. Mit ihrem Gemeinschaftswerk gewann das fünfköpfige Team mit Louis und Carlos Gaudes, Lydia Marie Vater, Pia Schneider und Emily Ziegler-Schäfer (alle 15) vom Friedrich-Schiller-Gymnasium in Eisenberg den dritten Platz. Der Sonderpreis „Junge Talente“ war ebenfalls eine Teamarbeit – von Theresa Standfest und Klara Damaske (beide 14) von der Gemeinschaftsschule TGS Grabfeld.

Am 1. Juni ehrt die Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Burkhard Blienert, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord in Berlin die Bundesgewinner 2023.

Während Pandemie weniger jugendliche Rauschtrinker 
Im Jahr 2021 mussten in Thüringen 457 Kinder und Jugendliche nach dem Alkoholrausch klinisch behandelt werden – davon 282 Jungen und 175 Mädchen. Im Jahr zuvor waren es 413 Betroffene. Damit bleibt die Zahl im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 (660 Betroffene) auf niedrigem Niveau. Dies zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes*. „Wir freuen uns über die geringere Zahl betroffener Kinder und Jugendlicher“, so Kaiser. „Dennoch ist jede Alkoholvergiftung eines jungen Menschen eine zu viel. Deshalb setzen wir unsere Bemühungen in der Alkoholprävention konsequent fort.“

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau“-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2023 ist bereits die vierzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 fast 130.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Mehr Informationen unter: www.dak.de/buntstattblau

H&H Makler

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