Vom 31. August bis zum 5. September 2026 lädt das Tobiashammerforum Ohrdruf e.V. zum 41. Internationalen Metallgestaltersymposium in das Technische Denkmal Tobiashammer ein. Unter dem eindringlichen Leitgedanken „Handwerk braucht Frieden“ treffen sich internationale Metallgestalter, um historische Handwerkstechnik mit modernen künstlerischen Botschaften zu vereinen.
Das Metallhandwerk ist seit Jahrtausenden eng mit der Menschheitsgeschichte verwoben – es schuf Werkzeuge des Aufbaus ebenso wie Waffen des Konflikts. In einer von globalen Unsicherheiten geprägten Zeit möchte das ehrenamtlich organisierte Symposium ein klares Zeichen setzen: Schmieden bedeutet Aufbau, Erhalt und das Schaffen von Werten, die Generationen überdauern. ,,Nur in Zeiten des Friedens und des freien Austausches kann Kunst gedeihen und das Handwerk seine volle Blüte entfalten“, betont der Verein.
Internationales Teilnehmerfeld
Die eingeladenen Künstler werden aus Stahl, Edelstahl und Kupfer Werke erschaffen, die diesen Wunsch nach einem friedlichen Miteinander interpretieren. Folgende Schmiede werden 2026 teilnehmen:
• Paul Rosbander, Gräfenroda (Deutschland)
• Paul Kreten, Bekond/Mosel (Deutschland), Holger Haase, Weimar (Deutschland)
• Richard Rulf (Weltmeister 2024), Chotebor (Tschechien)
• Vlastimil Krejci, Humpolec (Tschechien)
• Michal Kacmar, Presov (Slowakei)
Bildung und Nachwuchsförderung im Fokus
Ein zentrales Anliegen des Tobiashammerforums ist es, das Symposium als Ort der Begegnung zwischen Tradition, Moderne und der nächsten Generation zu etablieren. Neben dem internationalen künstlerischen Austausch bilden zielgerichtete Bildungsangebote das Fundament der Veranstaltung:
• Tag der Industrialisierung: Historische Einordnung und Erlebbarkeit der Metallverarbeitung.
• Schülersymposium: In enger Kooperation mit dem Ohrdrufer Gymnasium ,,Gleichense“ werden junge Menschen aktiv an das Material herangeführt.
• Tag des Lehrlings: Zur Förderung des Berufsnachwuchses erhalten Auszubildende, unter anderem von Hirschvogel Eisenach und den Thüringer Stahlwerken, die besondere Gelegenheit, unter Anleitung von Schmiedemeister Holger Haase im historischen Ambiente zu arbeiten.
Historische Hämmer und bleibende Kunstwerke
Der Tobiashammer ist eine wasserkraftgetriebene Schmiedehammeranlage, deren Ursprünge auf das Jahr 1482 zurückgehen und die seit 1983 als technisches Denkmal dient. Während die Anlage für reguläre Besucher seit Längerem geschlossen ist, erwacht sie durch die Arbeit der Metallgestalter in der Symposiums-Woche regelmäßig zu lautstarkem Leben.
Die während der Woche entstehenden Metallplastiken verbleiben im weitläufigen Park des Technischen Denkmals. Sie erweitern den dort wachsenden Skulpturenpark, der Besuchern künftig als dauerhaftes Mahnmal für Kreativität und Frieden dienen wird.
Einladung zur feierlichen Abschlusspräsentation
Interessierte Besucher sowie Medienvertreter sind bereits während der gesamten Symposiums-Woche herzlich willkommen: Von Dienstag bis Donnerstag besteht jeweils zwischen 10:00 und 15:00 Uhr die Gelegenheit, den Tobiashammer zu besuchen und den Künstlern bei der Entstehung ihrer Werke über die Schulter zu schauen.
Die feierliche Abschlusspräsentation findet schließlich am Samstag, den 5. September 2026, um 11:00 Uhr im Skulpturenpark des Tobiashammers statt. Hierzu sind die Öffentlichkeit und die Presse ebenfalls herzlich eingeladen.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 7 (2026)




















